Hyperaktiver & hyperreaktiver Hund – wenn Dein Hund ständig unter Strom steht
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Dein Hund ist ständig in Bewegung, reagiert auf jedes Geräusch, fährt bei kleinen Reizen sofort hoch oder kommt selbst zuhause kaum zur Ruhe? Vielleicht wirkt er draußen wie „nicht ansprechbar“, dreht nach Spaziergängen erst richtig auf oder braucht sehr lange, bis er sich wieder entspannen kann.
Solche Hunde werden oft als hyperaktiv, überdreht, reizoffen, hyperreaktiv oder sogar als „ADHS-Hunde“bezeichnet.
Doch hinter einem dauerhaft hohen Erregungsniveau können sehr unterschiedliche Ursachen stecken. Nicht jeder lebhafte Hund ist hyperaktiv – und nicht jeder Hund, der schlecht zur Ruhe kommt, braucht einfach nur mehr Bewegung oder strengere Regeln.
Bei SIRIUS Behavior Vets betrachten wir Hyperreaktivität deshalb nicht nur als Trainingsproblem, sondern als Zusammenspiel von Emotionen, Nervensystem, Lernerfahrungen, Umwelt, körperlichen Faktoren und individueller Veranlagung.
Woran erkenne ich einen
hyperaktiven oder hyperreaktiven Hund?
Hyperreaktive Hunde reagieren häufig besonders schnell und besonders intensiv auf Reize. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, nach einer Aktivierung wieder in einen entspannten Zustand zurückzufinden.
Typische Anzeichen können sein:
- Dein Hund kommt zuhause nur schwer zur Ruhe.
- Er reagiert stark auf Geräusche, Bewegungen oder Veränderungen.
- Er springt schnell an und braucht lange, um sich wieder zu beruhigen.
- Draußen ist er häufig kaum ansprechbar.
- Begegnungen, Spiel oder Spaziergänge führen zu starker Erregung.
- Er wirkt ständig beschäftigt oder „auf Empfang“.
- Er läuft Menschen in der Wohnung hinterher.
- Er schläft wenig oder sehr oberflächlich.
- Nach Aktivität wird er nicht ruhiger, sondern zunehmend aufgedreht.
- Frustration führt schnell zu Bellen, Springen, Ziehen oder impulsivem Verhalten.
- Konzentration fällt ihm schwer.
- Kleine Auslöser führen zu unverhältnismäßig starken Reaktionen.
Nicht ein einzelnes Verhalten, sondern das Gesamtbild ist wichtig:
Wie schnell steigt die Erregung an? Wie stark fällt die Reaktion aus? Und wie gut kann der Hund anschließend wieder herunterregulieren?
Hyperaktiv oder einfach temperamentvoll?
Ein lebhafter Hund ist nicht automatisch hyperaktiv.
Viele Hunde sind bewegungsfreudig, neugierig, schnell und temperamentvoll und können sich trotzdem gut regulieren. Sie spielen intensiv, sind draußen aktiv und legen sich danach zuhause entspannt hin.
Problematisch wird es eher dann, wenn ein Hund kaum zwischen Aktivierung und Entspannung wechseln kann.
Ein Hund mit guter Selbstregulation kann aufgeregt sein – und danach wieder herunterfahren.
Ein hyperreaktiver Hund bleibt dagegen häufig lange in einem hohen Erregungszustand. Sein Nervensystem reagiert schnell und braucht deutlich länger, um wieder in einen ruhigeren Bereich zurückzukehren.
Aus meiner Sprechstunde
Aus meiner Sprechstunde
von Dr.med.vet. Astrid Schubert
SIRIUS Behavior Vets
Gerade bei jungen Hunden sehe ich immer wieder ein ähnliches Muster: Der Welpe wirkt rastlos, fordert ständig Aufmerksamkeit, läuft seinen Menschen hinterher und findet kaum noch in den Schlaf.
Nicht selten tragen wir Menschen ungewollt dazu bei. Ein neuer Welpe erfüllt plötzlich unglaublich viele Funktionen: Familienmitglied, Freizeitpartner, Lernprojekt, Sozialkontakt. Mit 200 Prozent Begeisterung wird gespielt, geübt, beschäftigt und beobachtet. Der Hund bekommt kaum Gelegenheit, einfach nichts zu tun.
Aber manchmal steckt noch etwas anderes dahinter.
Ich habe auch Welpen gesehen, die schlicht hungrig waren. Ihre Besitzer hielten sich sehr genau an Futtermengentabellen, obwohl diese nur Richtwerte sein können. Wachstum, Aktivität, Stoffwechsel und individuelle Verwertung unterscheiden sich erheblich. Ein hungriger junger Hund schläft schlecht – und jede Bewegung seines Menschen kann zum „Vielleicht gibt es jetzt etwas zu essen“ werden.
Bei Welpen und Junghunden denken wir deshalb auch an Parasiten und andere Ursachen einer verminderten Nährstoffaufnahme. Sie können dazu führen, dass ein Hund trotz scheinbar ausreichender Fütterung nicht optimal versorgt ist. Auffälliges Fressen von Müll, Erde oder anderen Stoffen kann dabei ein zusätzlicher Hinweis sein.
Schlafprobleme bei einem jungen Hund sind deshalb für mich nicht automatisch ein Trainingsproblem.
Bevor wir einen Welpen noch mehr beschäftigen, sollten wir uns fragen: Bekommt er überhaupt genug Ruhe, genug Energie – und ist er körperlich gesund genug, um zur Ruhe kommen zu können?
von Dr.med.vet. Astrid Schubert
Tierärztin für Verhaltenstherapie
SIRIUS Behavior Vets
Kostenübernahme
Als Tierärztinnen unterliegen wir der Abrechnung durch die Tierärztliche Gebührenordnung (GOT): Viele Tier-Krankenversicherungen erstatten somit die Kosten für eine verhaltenstherapeutische Behandlung auf Grundlage der GOT.
Hat mein Hund ADHS?
Der Begriff „ADHS-Hund“ wird inzwischen häufig verwendet. Er beschreibt jedoch nicht automatisch eine eindeutig definierte Diagnose.
Unruhe, geringe Impulskontrolle, schnelle Ablenkbarkeit und starke Reaktionen können viele verschiedene Ursachen haben.
Dazu gehören unter anderem genetische Faktoren, chronischer Stress, Angst, fehlende Erholung, konditionierte Erregung, ungünstige Lernerfahrungen oder körperliche Beschwerden.
Deshalb ist es wenig sinnvoll, einen Hund vorschnell als „ADHS-Hund“ einzuordnen.
Die entscheidende Frage ist:
Warum fällt genau diesem Hund die Regulation seiner Erregung so schwer?
Erst wenn wir das verstehen, können wir sinnvoll entscheiden, was ihm wirklich hilft.
Mein Hund kommt nicht zur Ruhe
– woran kann das liegen?
Genetische Veranlagung
Erregbarkeit, Impulsivität, Sensibilität und Reaktionsgeschwindigkeit sind teilweise genetisch beeinflusst. Manche Hunde bringen von Geburt an ein besonders sensibles oder schnell reagierendes Nervensystem mit.
Das bedeutet nicht, dass Verhalten unveränderbar ist. Es bedeutet aber, dass Hunde unterschiedliche Voraussetzungen für Stressverarbeitung und Selbstregulation haben.
Frühe Erfahrung
Die ersten Lebenswochen und -monate haben großen Einfluss auf die Entwicklung des Nervensystems.
Fehlende Umweltreize können ebenso problematisch sein wie zu viele, zu intensive oder überfordernde Erfahrungen. Auch frühe Trennung, instabile Lebensbedingungen oder wiederholte Stresssituationen können die spätere Stressverarbeitung beeinflussen.
Konditionierte Erregung
Nicht jede hohe Erregung ist angeboren.
Hunde können lernen, dass bestimmte Situationen automatisch starke Aktivierung ankündigen.
Die Leine wird genommen – der Hund fährt hoch.
Das Auto hält am Trainingsplatz – der Hund beginnt zu fiepen.
Besuch klingelt – der Hund rast zur Tür.
Der Ball erscheint – der Hund ist innerhalb von Sekunden kaum noch ansprechbar.
Solche Erregungsmuster können sich durch Wiederholung immer weiter festigen.
Chronischer Stress
Ein Hund, der über längere Zeit zu viele belastende Reize erlebt, kann in einem dauerhaft erhöhten Aktivierungszustand bleiben.
Dann reicht irgendwann bereits ein kleiner zusätzlicher Reiz, um eine starke Reaktion auszulösen.
Chronischer Stress kann beispielsweise entstehen durch:
- dauerhaft schwierige Hundebegegnungen
- häufige Überforderung
- fehlende Rückzugsmöglichkeiten
- wiederholte angstauslösende Situationen
Leinenreaktivität und Hundebegnungen
Hyperreaktive Hunde reagieren häufig auch bei Hundebegegnungen besonders schnell und intensiv. Wenn das Erregungsniveau ohnehin erhöht ist, kann ein entgegenkommender Hund ausreichen, um Fixieren, Bellen, Ziehen oder Springen in die Leine auszulösen. Die Leinenreaktivität ist dann nicht unbedingt ein isoliertes Problem, sondern kann Teil einer grundsätzlich erschwerten Erregungsregulation sein.
Darunter dann der interne Link:
→ Mehr über Leinenreaktivität und Leinenaggression beim Hund
Zu wenig Schlaf und Erholung
Schlaf ist ein zentraler Bestandteil der Stressregulation.
Hunde, die wenig oder sehr unruhig schlafen, können empfindlicher auf Reize reagieren. Gleichzeitig schlafen stark erregte Hunde häufig schlechter.
So kann ein Kreislauf entstehen: mehr Erregung – schlechtere Erholung – noch höhere Reizempfindlichkeit.
Angst und Unsicherheit
Auch Angst kann wie Hyperaktivität aussehen.
Ein Hund, der seine Umwelt permanent kontrolliert, Menschen verfolgt, bei Geräuschen hochschreckt oder draußen ständig scannt, ist nicht zwingend „zu energiegeladen“.
Möglicherweise versucht er, eine für ihn unsichere Umwelt permanent zu überwachen.
Deshalb ist es wichtig, nicht nur das sichtbare Verhalten zu betrachten, sondern auch die zugrunde liegende Emotion.
Was hilft einem hyperreaktiven Hund?
Eine nachhaltige Therapie besteht meist nicht aus einer einzelnen Übung.
Sie setzt an mehreren Ebenen gleichzeitig an.
1. Erregung verstehen
Zunächst müssen wir erkennen, welche Situationen den Hund aktivieren, wie schnell seine Erregung steigt und welche Faktoren dazu führen, dass sie besonders lange anhält.
Oft werden erst durch eine genaue Analyse Muster sichtbar, die im Alltag leicht übersehen werden.
2. Den Alltag verändern
Ein dauerhaft überreizter Hund kann Selbstregulation nur schwer lernen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, zunächst Belastungen zu reduzieren, Abläufe vorhersehbarer zu gestalten und Situationen anders zu organisieren.
Management ist dabei kein Scheitern des Trainings.
Es schafft überhaupt erst die Voraussetzungen dafür, dass Lernen stattfinden kann.
3. Passende Aktivität wählen und neue Übungen zur Entspannung
Hyperreaktive Hunde brauchen nicht zwangsläufig weniger Beschäftigung.
Sie brauchen häufig andere Beschäftigung.
Geeignet sind Aktivitäten, bei denen der Hund konzentriert arbeiten kann, ohne immer weiter hochzufahren.
Welche Form sinnvoll ist, hängt stark vom einzelnen Hund ab.
4. Selbstregulation fördern
Ein wichtiges Therapieziel besteht darin, dass der Hund lernt, Erregung nicht nur aufzubauen, sondern auch wieder abzubauen.
Dazu gehören beispielsweise ruhige Trainingsformen, klare Pausen, vorhersehbare Abläufe und Übungen, die nicht auf maximale Aktivierung ausgerichtet sind.
Wir möchten verstehen, welche Emotion und welche Mechanismen das Verhalten Deines Hundes aufrechterhalten.
Ruhe kann man nicht einfach „befehlen“
„Leg Dich hin.“ „Jetzt ist Ruhe.“
Solche Maßnahmen können dazu führen, dass ein Hund äußerlich weniger aktiv ist.Sie verändern aber nicht automatisch seinen inneren Erregungszustand.
Ein Hund kann ruhig auf seiner Decke liegen und trotzdem hoch angespannt sein.Das Ziel ist deshalb nicht nur ein stiller Hund.
Das Ziel ist ein Hund, dessen Nervensystem tatsächlich besser zwischen Aktivität und Erholung wechseln kann.
Entspannung ≠ Deckentraining
Deckentraining kann ein sinnvolles Werkzeug sein.
Es ist aber keine Therapie für jede Form von Hyperreaktivität.
Wenn ein Hund ständig auf Geräusche reagiert, permanent seine Umgebung kontrolliert oder aufgrund von Angst nicht abschalten kann, reicht es nicht, ihn länger auf einer Decke liegen zu lassen.
Wir müssen verstehen, weshalb Entspannung schwerfällt.
Erst dann können wir gezielt daran arbeiten.
Mein Kommentar
Mein Kommentar
von Dr. med.vet. Astrid Schubert
Tierärztin für Verhaltenstherapie
Genau an diesem Punkt geraten viele Trainingsansätze an ihre Grenze.
Nicht, weil schlecht trainiert wird. Sondern weil man von außen oft nur sieht, dass ein Hund nicht zur Ruhe kommt – aber nicht sicher beurteilen kann, warum.
Ist der Hund einfach wenig geübt darin, sich zurückzunehmen? Ist er chronisch übererregt? Hat er Angst? Schmerzen? Schlafmangel? Eine körperliche Erkrankung? Oder ist sein Stresssystem bereits so dauerhaft aktiviert, dass er in der Situation kaum noch lernfähig ist?
Diese Unterschiede sind entscheidend, weil sie völlig unterschiedliche Maßnahmen erfordern.
Viele Hundetrainer sind sehr gut darin, Training aufzubauen. Die medizinische und verhaltenstherapeutische Differentialdiagnostik gehört jedoch nicht zur klassischen Trainerausbildung.
Genau deshalb kann ein scheinbar simples Problem wie „Der Hund kann nicht entspannen“ über Monate trainiert werden, ohne dass sich wirklich etwas verändert.
Ich sehe solche Hunde regelmäßig in der Sprechstunde: Sie können inzwischen hervorragend auf ihrer Decke liegen – aber sie schlafen dort nicht, sie kontrollieren weiter jedes Geräusch und springen bei der kleinsten Veränderung wieder auf.
Ein stiller Hund ist nicht automatisch ein entspannter Hund.
Und wenn Training über längere Zeit nicht greift, sollte die Frage deshalb nicht nur lauten: „Wie üben wir besser?“
Sondern auch:
„Haben wir überhaupt die richtige Ursache erkannt?“
Dr. Astrid Schubert ist Hundetrainerin und Tierärztin für Verhaltenstherapie. Sie leitet die SIRIUS Behavior Vets. Alle Trainerinnen bei SIRIUS sind auch Tierärztinnen mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie.
Hyperreaktivität ist kein Ungehorsam
Viele hyperreaktive Hunde können Signale im ruhigen Zustand sehr gut ausführen.
Unter hoher Erregung scheint dieses Wissen plötzlich verschwunden zu sein.
Das liegt nicht zwingend daran, dass der Hund „nicht hören will“.
Mit zunehmender Erregung verändert sich die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten, Verhalten zu kontrollieren und gelernte Strategien abzurufen.
Deshalb sollten Trainingssituationen so gestaltet werden, dass der Hund überhaupt noch lernfähig bleibt.
Unser Ansatz bei SIRIUS Behavior Vets
Bei SIRIUS Behavior Vets verbinden wir tierärztliche Verhaltensmedizin mit praktischem Hundetraining.
Wir betrachten nicht nur einzelne Symptome, sondern fragen:
✓ Was löst Erregung aus
✓ Welche Emotion steckt dahinter?
✓ Welche Lernprozesse haben sich entwickelt?
✓ Wie viel Schlaf bekommt der Hund?
✓ Welche Reaktion verstärkt das Problem möglicherweise?
✓ Gibt es körperliche Faktoren, die berücksichtigt werden sollten?
✓ Und an welcher Stelle kann Training wirklich wirksam werden?
So entsteht ein individueller Therapieplan, der nicht versucht, den Hund einfach „ruhigzustellen“, sondern seine Fähigkeit zur Regulation verbessert.
Emotionen berücksichtigen
Ein Hund kann Verhalten nicht nachhaltig verändern, wenn die zugrunde liegende Emotion unverändert bleibt.
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Verhaltenstherapie bei SIRIUS Behavior Vets
Hyper(Re)aktivität ist selten nur ein Trainingsproblem.
Verhalten entsteht immer aus dem Zusammenspiel von Emotion, Lernerfahrung, körperlicher Verfassung, Umwelt und individueller Vorgeschichte.
Bei SIRIUS Behavior Vets betrachten wir deshalb nicht nur das sichtbare Verhalten , sondern den Hund als Ganzes.
Als tierärztliche Praxis für Verhaltenstherapie verbinden wir verhaltensmedizinische Diagnostik mit moderner Verhaltenstherapie und praktischem Training.
So können wir besser einschätzen, ob hinter dem Verhalten tatsächlich Hyperreaktivität steckt, welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen und welche Form der Unterstützung sinnvoll ist. Bei Bedarf beziehen wir auch körperliche Ursachen, Schmerzen, altersbedingte Veränderungen, Ernährung oder eine medikamentöse Begleitung in die Therapieplanung mit ein.
Unser Ziel:
Keine Standardlösung, sondern ein individuell passender Therapieplan, der sich an Deinem Hund, seinem emotionalen Zustand und Eurem Alltag orientiert.
Fachlich verantwortlich
Dr. med. vet. Astrid Schubert
Tierärztin mit Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie
SIRIUS Behavior Vets, München
Zuletzt fachlich aktualisiert: August 2026
Mehr über
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Häufig gestellte Fragen
Wenn die Unruhe dauerhaft besteht, der Hund kaum schlafen kann, alltägliche Situationen regelmäßig eskalieren, starke Angst oder Aggressionsverhalten auftreten oder sich das Verhalten plötzlich verändert hat, ist eine professionelle Abklärung sinnvoll.
Nicht durch eine einzelne Übung. Entscheidend ist zunächst herauszufinden, warum Dein Hund so schnell hochfährt und warum ihm das Herunterregulieren schwerfällt. Danach können Alltag, Beschäftigung, Management und Training gezielt angepasst werden.
Hunde benötigen viele Ruhe- und Schlafphasen. Die genaue Menge ist individuell und hängt unter anderem von Alter, Gesundheit, Aktivität und Stresslevel ab. Wichtiger als eine starre Stundenzahl ist, ob Dein Hund ausreichend tief und ungestört schlafen kann.
Die Kosten für eine tierärztliche Verhaltenstherapie richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die verbindliche Mindestgebühren festlegt. Detaillierte Preisinformationen finden Sie auf unserer Homepage in den spezifischen Bereichen für Hunde und Katzen.
Um die Kosten für unsere Klienten möglichst effizient zu gestalten, bieten wir bei SIRIUS Behavior Vets ein durchdachtes Baukastensystem an:
- Intensiv-Workshops 32€ / Stunde:
In kleinen Gruppen vermitteln wir live Grundlagenwissen zu verschiedenen Verhaltensthemen. Sie können eigene Videos einbringen und individuelle Fragen in geschütztem Rahmen stellen.
Die Workshops sind deutlich günstiger als Einzeltherapie – und machen sie effizienter: Eine solide Wissensbasis spart später Zeit und Kosten. Alle Teilnehmer erhalten Handouts mit Checklisten und Trainings-Tipps.
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Im 45-minütigen Intake lernen wir Dich und Deinen Hund kennen und verschaffen uns einen ersten Überblick über Eure aktuelle Situation. Preis 87 Euro.
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Für komplexe oder besonders individuelle Themen bieten wir persönliche Einzelberatung bei Fachtierärzten für Verhaltenstherapie an. Hier arbeiten wir gezielt an Deiner spezifischen Situation – mit maßgeschneiderten Lösungen, direktem Feedback und konkreten Therapieschritten, die Du sofort umsetzen kannst. - Trainingsstunden durch unserer ausgebildeten Hundetrainer 95 € / Stunde
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Trainingsstunden ersetzen kein Coachingtermine, aber man braucht deutlich weniger davon.
Unser Ziel ist es, für jeden Klienten die optimale Balance zwischen fachlicher Qualität und wirtschaftlicher Effizienz zu finden. Wir beraten Sie gerne individuell, welche Kombination aus Workshops, Einzeltherapie und Trainingsstunden für Ihre spezifische Situation am sinnvollsten ist.
Für eine persönliche Kostenberatung oder detailliertere Informationen kontaktieren Sie uns bitte direkt – wir stellen gemeinsam mit Ihnen einen maßgeschneiderten Therapieplan zusammen.
Nicht automatisch. Mehr Bewegung oder aktivierende Beschäftigung kann manche Hunde zusätzlich hochfahren. Entscheidend ist die passende Balance aus sinnvoller Aktivität, Erholung und Regulation
Das lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Die Dauer hängt unter anderem von der Schwere des Problems, der Vorgeschichte, möglichen Begleiterkrankungen und den Möglichkeiten im Alltag ab. Bei ausgeprägter Hyperreaktivität sollte eher in Wochen und Monaten als in wenigen Tagen gedacht werden. Wichtig ist eine stabile Veränderung des emotionalen Zustands.
Bei Hunden werden Verhaltensmuster beschrieben, die menschlichem ADHS ähneln können. Der Begriff sollte aber nicht vorschnell als Erklärung für Unruhe oder Impulsivität verwendet werden. Eine sorgfältige verhaltensmedizinische Einschätzung ist sinnvoll, bevor eine solche Einordnung erfolgt.
Mögliche Ursachen sind ein zu hohes Erregungsniveau, zu viele Reize während des Tages, ungeeignete Beschäftigung, chronischer Stress, Angst, schlechte Schlafbedingungen oder körperliche Beschwerden.
Ein Spaziergang kann körperlich ermüden und gleichzeitig emotional stark aktivieren. Besonders reizempfindliche Hunde kommen deshalb manchmal aufgedrehter nach Hause, als sie gestartet sind.
Hyperaktiv beschreibt vor allem eine sehr hohe Aktivität. Hyperreaktivität beschreibt stärker die schnelle und intensive Reaktion auf Reize sowie Schwierigkeiten, anschließend wieder herunterzufahren. In der Praxis können sich beide Bereiche überschneiden.
Viele Hunde können lernen, mit Reizen besser umzugehen und sich schneller wieder zu regulieren. Wie gut das gelingt, hängt von den Ursachen, der individuellen Veranlagung und dem gesamten Therapie- und Trainingskonzept ab.
Dein Hund kommt nicht zur Ruhe?
Dein Hyperaktiver Hund kommt nicht zur Ruhe, schläft fast nicht mehr und ist aufgeregt und überdreht?
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