Leinenaggression beim Hund: Wenn Hundebegegnun­gen zum Problem werden

Tierärztliche Verhaltenstherapie · Verhaltenstraining · München & online

Du siehst schon von weitem den nächsten Hund und weißt, was gleich passiert: Dein Hundwird steif, fixiert, bellt, knurrt oder springt mit voller Kraft in die Leine. Vielleicht kannst Du ihn kaum noch ansprechen oder halten. Vielleicht planst Du Spaziergänge inzwischen danach, möglichst niemandem zu begegnen.

Was häufig als Leinenaggression bezeichnet wird, sieht bei vielen Hunden ähnlich aus. Die Ursachen können jedoch völlig unterschiedlich sein.

Ein Hund kann aus Angst reagieren. Ein anderer aus Frustration. Ein hyperreaktiver Hund gerät möglicherweise schon durch die bloße Wahrnehmung eines anderen Hundes in massive Erregung. Schmerzen, chronischer Stress oder andere verhaltensmedizinische Faktoren können zusätzlich die Reaktionsschwelle verändern.

Deshalb beginnt eine sinnvolle Therapie nicht mit der Frage:

„Wie bekomme ich meinen Hund dazu, an anderen Hunden vorbeizugehen?“

Sondern:

„Warum reagiert genau dieser Hund in dieser Situation so stark?“

Was ist
Leinenaggression?

Als Leinenaggression wird meist aggressives oder stark reaktives Verhalten bezeichnet, das ein Hund insbesondere dann zeigt, wenn er angeleint ist.

Typische Auslöser sind andere Hunde. Manche Hunde reagieren aber auch auf Menschen, Jogger, Fahrräder oder andere Umweltreize.

Wichtig ist:

Leinenaggression beschreibt zunächst das Verhalten, das wir sehen – nicht seine Ursache.

Bellen, Knurren oder Nach-vorne-Springen können Ausdruck von Aggression sein. Sie können aber ebenso Teil einer Angstreaktion, einer Frustrationsreaktion oder einer extremen Erregung sein.

Deshalb verwenden wir auch den Begriff Leinenreaktivität, wenn die Ursache des Verhaltens noch nicht geklärt ist.

Du trainierst schon lange und trotzdem klappt es nicht? Wir stellen die richtigen Fragen und schauen uns Deinen Hund gerne an. Wenn Du nicht in München bist, können wir bei der Suche nach der Ursache auch über Videoanalyse und einem ausführlichen Interview mit Dir weiterhelfen. 

Unsere Focus: Warum der Hund reagiert, wie früh die Reaktion beginnt und ob Angst, Frustration, Hyperreaktivität, Schmerz oder mehrere Faktoren beteiligt sind.

Leinenaggression beschreibt zunächst nur, was wir sehen – nicht die Ursache dahinter.

Woran erkenne ich Leinenreaktivität oder Leinenaggression?

Typische Anzeichen können sein:

  • Dein Hund ist psychisch in einem Tunnel und zeigt kaum noch mögliche Reaktion auf bekannte Signale
  • starkes Fixieren anderer Hunde
  • zunehmende Körperspannung / Erstarren
  • Bellen oder Knurren und nach vorne springen
  • starkes Ziehen in Richtung des Auslösers
  • Schnappen (evtl auch nach Dir)
  • Aufrichten oder Drohverhalten
  • hektisches Hin-und-her-Bewegen
  • Umorientierung gegen die führende Person oder gegen die Leine
  • sehr starke Erregung bereits auf große Distanz

 

Bei manchen Hunden beginnt die Reaktion erst auf wenige Meter Abstand. Andere zeigen vorab Stress-Signale und bieten sogar Lösungen an (die leider oft unbemerkt bleiben)

Gerade diese Unterschiede liefern uns wichtige Hinweise darauf, was hinter dem Verhalten stehen könnte.

Aus meiner Sprechstunde 

mehr lesen
Hoch erregter Hund wird mit Abstand an einem Auslöser vorbeigeführt

Kostenübernahme

Als Tierärztinnen unterliegen wir der Abrechnung durch die Tierärztliche Gebührenordnung (GOT): Viele Tier-Kranken­versicherungen erstatten somit die Kosten für eine verhaltens­therapeutische Behandlung auf Grundlage der GOT. 

Warum ist mein Hund an der Leine aggressiv und ohne Leine freundlich?

Das ist eine der häufigsten Fragen.

Auf der Hundewiese läuft der eigene Hund vielleicht relativ entspannt mit anderen Hunden – auf dem Gehweg explodiert er dagegen schon beim Anblick eines Artgenossen.

Die Leine verändert die Situation grundlegend.

Ein frei laufender Hund kann:

  • durch z.T. sehr lebendige Spielaufforderung versuchen zu deeskalieren
  • den Abstand vergrößern oder ausweichen,
  • einen Bogen laufen,
  • langsamer werden und stehen bleiben,
  • seine Bewegungsrichtung selbst wählen.

 

An der Leine sind viele dieser Möglichkeiten eingeschränkt.

Zusätzlich beeinflusst auch der Mensch die Situation: Wir halten die Leine kürzer, ändern unser Tempo, bleiben stehen oder erzeugen unbewusst Spannung auf der Leine.

Das bedeutet aber nicht automatisch:

„Mein Hund ist an der Leine aggressiv, weil er Angst hat.“

Auch Frustration, Erwartung, hohe Erregung oder gelernte Verhaltensmuster können eine Rolle spielen.

Entscheidend ist deshalb wieder die Frage:

Welche Funktion hat das Verhalten bei diesem Hund?

 

Hund fixiert einen anderen Hund während einer Begegnung an der Leine

Leinenaggression beschreibt das Verhalten – nicht die Ursache

Angst und Unsicherheit 

mehr lesen

Frustration und Kontaktwunsch 

mehr lesen

Hohe Erregung und Hyperreaktivität

mehr lesen

Lernerfahrung

mehr lesen

Schmerzen und körperliche Faktoren  

mehr lesen

Mehrere Ursachen können gleichzeitig wirken

mehr lesen
Hund orientiert sich bei einer Hundebegegnung entspannt zu seiner Halterin mit Blickkontakt

Was hilft bei Leinenaggression?

 

Die richtige Trainingsstrategie hängt von den Ursachen ab.

Trotzdem gibt es einige grundlegende Prinzipien.

1. Eine emotional wertvolle Ersatzhandlung trainieren

mehr lesen

2. Auslöser und notwendige Distanz kennen

 

mehr lesen

3. Management: Erregung nicht ständig eskalieren lassen

mehr lesen

4. Hundebegenungen kontrolliert üben

mehr lesen
Hund ist erregt. Die angespannte Leine erhöht den Stress und führt zu emotionaler Überreaktion

Was solltest Du bei Leinenaggression besser nicht tun?

 „No Gos“, die Dich und Deinen Hund nicht weiterbringen.

1. Den Hund immer näher heranführen, damit er sich "gewöhnt"

"Die klären das schon unter sich". oder Wenn der mal so richtig eine drauf bekommt, dann lernt er das schon."

mehr lesen

2. Hundekontakt erzwingen 

"Darf der mal Hallo sagen?"

mehr lesen

3. Nur das sichtbare Verhalten korrigieren

Das lästige Geräusch ist weg, aber die Gefahr ist deshalb umso größer...

mehr lesen

4. Nur Gehorsam üben

Wenn Du ein emotionales Problem hast, hilft auch keine Mathe-Nachhilfe

mehr lesen

5. Jede Leinenaggression mit Dominanz oder fehlender Führung erklären

Die Erde ist eine Scheibe und Dein Hund ist dominant...

mehr lesen

6. Vorschnell Kastrieren

Hormone sind so eine Sache... Du brauchst Fachwissen und eine gute Analyse, um das zu entscheiden

mehr lesen

Ein Verhalten lässt sich schnell unterbrechen. Eine Emotion nicht. Echte Veränderung entsteht über Wochen und Monate – nicht in einer einzigen Korrektur.

Wenn Training bei Leinenaggression nicht reicht

Vielleicht trainierst Du schon lange.

Du gehst Bögen.

Du vergrößerst Abstand.

Du belohnst Blickkontakt.

Du hast an der Leinenführigkeit gearbeitet.

Und trotzdem verändert sich wenig.

Dann kann die entscheidende Frage sein:

Behandeln wir überhaupt die richtige Ursache?

Hinter ausgeprägter Leinenreaktivität können unter anderem stehen:

  • Angst und Unsicherheit
  • Hyperreaktivität
  • chronisch erhöhte Erregung
  • Frustration
  • Schmerzen
  • andere körperliche Erkrankungen
  • ungünstige Lernerfahrungen
  • mehrere gleichzeitig wirkende Faktoren

 

In solchen Fällen kann eine verhaltensmedizinische Einschätzung sinnvoll sein.

Als tierärztliche Praxis für Verhaltenstherapie können wir körperliche, emotionale und lerntheoretische Faktoren gemeinsam betrachten und entscheiden, welche Unterstützung Dein Hund benötigt.

Hund orientiert sich entspannt zu seiner Halterin

Können Medikamente bei Leinenaggression helfen?

Nicht jeder leinenreaktive Hund benötigt Medikamente.

Leinenaggression ist außerdem keine Erkrankung, für die es „das Medikament“ gibt.

Wenn hinter dem Verhalten jedoch beispielsweise eine ausgeprägte Angststörung, pathologisch hohe Erregung oder eine andere verhaltensmedizinisch relevante Problematik steht, kann eine medikamentöse Unterstützung Bestandteil eines umfassenden Therapiekonzeptes sein.

Das Ziel ist nicht, einen Hund ruhigzustellen.

Eine geeignete Medikation kann bei entsprechender Indikation dazu beitragen, emotionale Belastung und Erregung zu reduzieren und damit Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen zu verbessern.

Die Entscheidung darüber sollte individuell tierärztlich getroffen werden.

Aufgedrehter Hund nach einem reizreichen Spaziergang

Ist es eigentlich natürlich, einen Hund an der Leine zu führen?

Jawohl, wir stellen tatsächlich diese Frage.

Die Leine gehört nicht zum natürlichen freien Bewegungs- und Kommunikationskontext eines Hundes.

Hunde bewegen sich ohne menschliche Einschränkung nicht dauerhaft in einem Abstand von ein oder zwei Metern neben einem Sozialpartner und werden dabei auch nicht über ein Band in ihrer Bewegungsrichtung begrenzt.

Das bedeutet nicht, dass Leinen grundsätzlich schlecht sind.

In unserer Umwelt sind sie häufig notwendig und vorgeschrieben – für Sicherheit, Rücksichtnahme und ein Zusammenleben von Menschen und Hunden.

Aber aus verhaltensbiologischer Sicht sollten wir uns bewusst machen, was die Leine verändert.

Die Leine verändert Distanzregulation

Ein Hund kann an der Leine nicht immer den Abstand wählen, den er selbst zu einem anderen Hund herstellen würde.

Er kann möglicherweise nicht:

  • frei ausweichen,
  • einen großen Bogen laufen, oder mit albernem Verhalten deeskalieren
  • spontan zurückgehen,
  • eine Begegnung verlassen,
  • Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung frei verändern.

Die Leine verändert Kommunikation

Bewegungen des Hundes werden begrenzt und Bewegungen des Menschen unmittelbar übertragen.

Eine kürzer werdende Leine, veränderter Leinenzug oder eine plötzliche Richtungsänderung können deshalb Bestandteil der gesamten Begegnungssituation werden.

Leinenführigkeit ist eine erlernte Fähigkeit

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

„Warum kann mein Hund nicht einfach normal an der Leine an anderen Hunden vorbeigehen?“

Sondern:

„Welche Anforderungen stellen wir in dieser Situation an meinen Hund – und kann er sie emotional bereits bewältigen?“

Leinenführigkeit und entspannte Hundebegegnungen sind erlernte Fähigkeiten.

Sie sind nicht selbstverständlich.

Gerade bei Hunden mit Angst, Hyperreaktivität oder anderen emotionalen Belastungen kann diese alltägliche Situation erheblich anspruchsvoller sein, als sie von außen aussieht.

Hund hält entspannt seine Leine

Verhaltenstherapie bei Leinenaggression – SIRIUS Behavior Vets

Bei SIRIUS betrachten wir Leinenaggression nicht isoliert.

Wir möchten verstehen:

  • Was löst die Reaktion aus?
  • Welche Emotion liegt zugrunde?
  • Welche Rolle spielt die allgemeine Erregung?
  • Gibt es Hinweise auf Angst oder Hyperreaktivität?
  • Können Schmerzen oder andere körperliche Faktoren beteiligt sein?
  • Welche Lernerfahrungen hat der Hund bereits gemacht?
  • Welche Trainingsstrategie passt zu diesem Hund?

Daraus entsteht ein individueller Therapieplan.

Dabei arbeiten SIRIUS Behavior Vets und SIRIUS Hundeschule eng zusammen.

Verhalten verstehen und Therapie planen

Bei SIRIUS Behavior Vets klären wir die verhaltensmedizinischen und gesundheitlichen Hintergründe und entwickeln die therapeutische Strategie.

Wissen aufbauen

In unserem Intensiv-Workshop Leinenaggression lernst Du, das Verhalten Deines Hundes besser einzuordnen und Trainingssituationen sinnvoll zu gestalten.

► Zum Intensiv-Workshop Leinenaggression

Praktisch trainieren

Wenn individuelles Begegnungstraining sinnvoll ist, begleiten unsere Trainerinnen der SIRIUS Hundeschule Euch in Einzelstunden bei der praktischen Umsetzung.

So müssen Verhaltenstherapie und Hundetraining nicht nebeneinander arbeiten.

Sie greifen ineinander.

 

Erregung und an der Leine zu ziehen kann auch in anderen aufgeregten Situationen gelernt werden.

Emotionen berücksichtigen

Ein Hund kann Verhalten nicht nachhaltig verändern, wenn die zugrunde liegende Emotion unverändert bleibt.

Welcher nächste Schritt passt zu Euch?

Dein Hund reagiert bereits und Du weißt nicht, warum?

Intake – erste verhaltensmedizinische Einschätzung

Dein persönlicher Termin

45 Minuten.

Ich möchte strukturiert daran arbeiten

Intensiv-Workshop Leinenaggression
in fünf Modulen a 2 Std.

Ver­halten erkennen und trainingspraktische Hintergründe und Grundlagen für Dich

Die Ursache ist geklärt und Ihr benötigt praktische Begleitung?

Einzeltraining

 bei den auf Leinenreaktivität spezialisierten  Trainerinnen der

SIRIUS Hundeschule

Verhaltensthera­pie bei SIRIUS Behavior Vets

Unser Ziel:

Keine Standardlösung, sondern ein individuell passender Therapieplan, der sich an Deinem Hund, seinem emotionalen Zustand und Eurem Alltag orientiert.

 

Fachlich verantwortlich
Dr. med. vet. Astrid Schubert
Tierärztin mit Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie
SIRIUS Behavior Vets, München

Zuletzt fachlich aktualisiert: August 2026

Mehr über
Leinenaggression erfahren

Was passiert im Hundekopf? Lies mehr über die unebewußte Programmierung

 

→ Lies den Artikel 

Leinenaggresion oder die „Rosa Hubble“

Häufig gestellte Fragen

Tierpsychologie - was machen spezialisierte Tierärzte?

Als spezialisierte Tierärzte für Verhaltenstherapie bei SIRIUS Behavior Vets kombinieren wir fundiertes medizinisches Wissen mit tiefgreifender verhaltensmedizinischer Expertise. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hundetrainern verfügen wir über eine umfassende tiermedizinische Ausbildung sowie eine zusätzliche Fachqualifikation im Bereich der Verhaltensmedizin.

Unsere Arbeit in der Tierpsychologie umfasst:

  • Ganzheitliche Verhaltensanalysen unter Berücksichtigung medizinischer Faktoren
  • Diagnose und Behandlung von komplexen Verhaltensstörungen
  • Erstellung individueller Therapiepläne basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Beurteilung der Notwendigkeit unterstützender medikamentöser Therapien
  • Abgrenzung zwischen medizinisch bedingten und erlernten Verhaltensauffälligkeiten

Als Tierärzte für Verhaltenstherapie können wir Verhaltensauffälligkeiten in ihrem gesamten Kontext betrachten – einschließlich möglicher organischer Ursachen. Diese ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es uns, präzisere Diagnosen zu stellen und effektivere Behandlungsstrategien zu entwickeln.

Bei SIRIUS Behavior Vets verbinden wir unsere tiermedizinische Expertise mit praktischer Erfahrung als zertifizierte Hundetrainer und anerkannte Sachverständige für die Prüfung nach §11 TSchG. Diese Kombination aus medizinischem Fachwissen und praktischer Trainingskompetenz bildet die Grundlage für unseren umfassenden Ansatz in der Verhaltenstherapie

Wann sollte ich mit einem aggressiven Hund zur Verhaltenstherapie?

Wenn die Unruhe dauerhaft besteht, der Hund kaum schlafen kann, alltägliche Situationen regelmäßig eskalieren, starke Angst oder Aggressionsverhalten auftreten oder sich das Verhalten plötzlich verändert hat, ist eine professionelle Abklärung sinnvoll.

Warum ist mein Hund plötzlich aggressiv an der Leine?

Wenn sich das Verhalten eines Hundes plötzlich verändert, sollte nicht nur an Training gedacht werden. Schmerzen, gesundheitliche Veränderungen, belastende Erfahrungen oder Veränderungen des allgemeinen Erregungs- und Angstniveaus können eine Rolle spielen. Besonders bei neu auftretender Aggression ist deshalb eine individuelle Abklärung sinnvoll.

Warum ist mein Hund ohne Leine freundlich?

Ohne Leine kann ein Hund Abstand, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit wesentlich stärker selbst bestimmen. An der Leine sind diese Möglichkeiten eingeschränkt. Das kann Angst, Frustration oder Erregung verstärken. Trotzdem sollte bei jedem Hund individuell geklärt werden, welche Motivation hinter dem Verhalten steckt.

Wie viel kostet eine Verhaltenstherapie bei Leinenaggression?

Die Kosten für eine tierärztliche Verhaltenstherapie richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die verbindliche Mindestgebühren festlegt. Detaillierte Preisinformationen finden Sie auf unserer Homepage in den spezifischen Bereichen für Hunde und Katzen.

Um die Kosten für unsere Klienten möglichst effizient zu gestalten, bieten wir bei SIRIUS Behavior Vets ein durchdachtes Baukastensystem an:

  • Intensiv-Workshops 32€ / Stunde:

    In kleinen Gruppen vermitteln wir live Grundlagenwissen zu verschiedenen Verhaltensthemen. Sie können eigene Videos einbringen und individuelle Fragen in geschütztem Rahmen stellen.

    Die Workshops sind deutlich günstiger als Einzeltherapie – und machen sie effizienter: Eine solide Wissensbasis spart später Zeit und Kosten. Alle Teilnehmer erhalten Handouts mit Checklisten und Trainings-Tipps.

  • Intake / Dein erster Termin mit Ersteinschätzung

    Im 45-minütigen Intake lernen wir Dich und Deinen Hund kennen und verschaffen uns einen ersten Überblick über Eure aktuelle Situation. Preis 87 Euro.

    Gemeinsam klären wir, welche Ursachen hinter dem Verhalten stehen könnten, welche weiteren diagnostischen Schritte sinnvoll sind und welche Unterstützung zu Euch, Eurem Alltag und Euren Möglichkeiten passt.
    Der Termin findet wahlweise in unserer Praxis oder online statt. Am Ende erhältst Du eine erste fachliche Einschätzung und eine konkrete Empfehlung für das weitere Vorgehen.

  • Coaching / Praxis-Therapietraining 149 € / Stunde:
    Für komplexe oder besonders individuelle Themen bieten wir persönliche Einzelberatung bei Fachtierärzten für Verhaltenstherapie an. Hier arbeiten wir gezielt an Deiner spezifischen Situation – mit maßgeschneiderten Lösungen, direktem Feedback und konkreten Therapieschritten, die Du sofort umsetzen kannst.
  • Trainingsstunden durch unserer ausgebildeten Hundetrainer 95 € / Stunde

    Über unsere angegliederte Hundeschule bieten wir praktische Übungseinheiten zu einem besonders günstigen Preis an. Da diese Stunden als Trainingsleistung und nicht als tierärztliche Leistung abgerechnet werden, fallen sie nicht unter die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) – das spart spürbar Kosten.

  • Trainingsstunden ersetzen kein Coachingtermine, aber man braucht deutlich weniger davon.

Unser Ziel ist es, für jeden Klienten die optimale Balance zwischen fachlicher Qualität und wirtschaftlicher Effizienz zu finden. Wir beraten Sie gerne individuell, welche Kombination aus Workshops, Einzeltherapie und Trainingsstunden für Ihre spezifische Situation am sinnvollsten ist.

Für eine persönliche Kostenberatung oder detailliertere Informationen kontaktieren Sie uns bitte direkt – wir stellen gemeinsam mit Ihnen einen maßgeschneiderten Therapieplan zusammen.

Warum bellt mein Hund andere Hunde an?

Bellen kann unterschiedliche Funktionen haben. Ein Hund kann Abstand fordern, frustriert sein, Kontakt suchen oder aufgrund hoher Erregung reagieren. Das Bellen allein sagt deshalb noch nicht, warum Dein Hund andere Hunde anbellt.

Ist Leinenaggression immer Angst?

Nein. Angst ist eine mögliche Ursache, aber auch Frustration, hohe Erregung, Hyperreaktivität, Lernerfahrung und andere Faktoren können beteiligt sein.

Kann ein hyperreaktiver Hund leinenaggressiv sein?

Ja. Hyperreaktive Hunde reagieren häufig besonders schnell und intensiv auf Umweltreize. Hundebegegnungen können ihr ohnehin erhöhtes Erregungsniveau zusätzlich steigern. Die Leinenreaktivität kann dann Teil eines umfassenderen Problems der Erregungsregulation sein.

Soll ich Hundebegegnungen vermeiden?

Dauerhafte vollständige Vermeidung ist nicht automatisch Therapie. Gleichzeitig ist es meist wenig sinnvoll, einen Hund ständig Situationen auszusetzen, in denen er massiv überfordert ist. Management schafft zunächst kontrollierbare Bedingungen, damit gezieltes Training möglich wird.

Kann man Leinenaggression abtrainieren?

Leinenreaktivität lässt sich bei vielen Hunden deutlich verbessern. Wie die Therapie aussieht und welche Veränderung realistisch ist, hängt jedoch von Ursache, Schweregrad, Lerngeschichte und möglichen Begleitproblemen ab. Deshalb gibt es kein einheitliches Trainingsprogramm für jeden Hund.

Wann sollte ich wegen Leinenaggression zum Tierarzt für Verhaltenstherapie?

Eine verhaltensmedizinische Abklärung ist besonders sinnvoll, wenn die Reaktionen sehr stark sind, Angst oder Aggression auftreten, Dein Hund schon auf große Distanz eskaliert, das Verhalten plötzlich begonnen hat, andere Verhaltensauffälligkeiten bestehen oder Ihr trotz qualifizierten Trainings kaum Fortschritte macht.

Braucht ein Hund mit Leinenaggression Medikamente?

Nicht grundsätzlich. Wenn jedoch eine behandlungsbedürftige Angststörung, ausgeprägte Hyperreaktivität oder eine andere verhaltensmedizinische Erkrankung beteiligt ist, können Medikamente im Einzelfall ein sinnvoller Bestandteil der Therapie sein. Die Entscheidung erfolgt nach tierärztlicher Beurteilung.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Tierarzt für Verhaltenstherapie und einem sog. "Verhaltens-therapeuten"?

Der wesentliche Unterschied liegt in der zertifizierten Ausbildung und Qualifikation von Tierärztinnen. Dem gegenüber steht der nicht definierte Beruf des "Verhaltenstherapeuten", der gar keine Ausbildungsvorschriften als Zulassung hat. Der Begriff "Verhaltenstherapeut" ist nicht geschützt. Jeder kann sich so nennen.

Eine Tierarztin für Verhaltenstherapie hat zunächst ein vollständiges tiermedizinisches Studium absolviert, das in der Regel 5-6 Jahre dauert. Während dieses Studiums werden umfassende Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Neurologie, Pharmakologie und weiteren medizinischen Fachgebieten erworben.

Nach dem Studium folgt eine mehrjährige, strukturierte Weiterbildung im Bereich Verhaltenstherapie unter der Aufsicht erfahrener Fachkolleg*innen. Diese Weiterbildung umfasst hunderte Stunden theoretischer und praktischer Ausbildung sowie dokumentierte Fallarbeit. Den Abschluss bildet eine anspruchsvolle Prüfung bei der Tierärztekammer, die den hohen Qualitätsstandard sicherstellt.

Im Gegensatz zu einem Fachtierarzt ist die Bezeichnung "Verhaltensthera­peut" BEI HUNDETRAINER/INNEN NICHT GESCHÜTZT.

Dies bedeutet für Dich:

  • Keine einheitlichen Standards für hübsche Zertifikate bezüglich der Lehrinhalte oder Prüfungsanforderungen. Es reicht einen Wochenendkurs zu machen.
  • Jeder Hundetrainer kann sich ohne einen Lehrplan und ohne Prüfung "Verhaltens­thera­peut" nennen. Du weißt also nicht, welche Leistung Du bekommst.
  • Häufig fehlt eine professionelle Supervision während der praktischen Anwendung. D.h. der Verhaltenstherapeut macht seine ersten Erfahrungen evtl an Deinem Hund.
  • Kein medizinisches Wissen, um organische Ursachen von Verhaltensproblemen zu erkennen und zu behandeln
  • Keine verpflichtende Weiterbildung, um das Wissen dem aktuellen Stand der Wissenschaft anzugleichen.

Für Tierhalterinnen ist es nahezu unmöglich, die Qualität der Ausbildung eines selbsternannten Verhaltensthera­peuten einzu­schätzen. Besonders problematisch: Ohne fachkundige Supervision können unerfah­rene Trainer Fehler machen, wobei im schlimmsten Fall der Hund des Kunden zum "Versuchskanin­chen" für erste therapeutische Versuche wird.

Tierärzt*innen für Verhaltenstherapie können hingegen:

  • nach einer dreijährigen Facharztausbildung mit Supervision wirklich helfen.
  • Auf ein fundiertes Verständnis der verhaltensbiologischen, psychologischen und neurologischen Prozesse zurückgreifen
  • Medizinische Ursachen für Verhaltensprobleme diagnostizieren und behandeln
  • Bei Bedarf Medikamente verschreiben, die bei der Therapie unterstützen können
  • Eine wissenschaftlich fundierte, ganzheitliche Verhaltens­therapie anbieten, die auch körperliche Ursachen für das Verhalten  diagnostiziert.

Bei SIRIUS Behavior Vets erhältst Du die Gewissheit, dass Ihr Tier von Fachpersonal mit höchster Qualifikation und umfassender Erfahrung betreut wird.

Dein Hund verhält sich wie irre an der Leine

Dein reaktiver Hund kommt nicht zur Ruhe, wirft Dich fast um und ist wie in einem Tunnel?

Wir helfen Euch, einen Weg zu einem entspannten gemeinsamen Leben zu finden

Tierärztliche Verhaltenstherapie · München & online