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Kastrieren – ja oder nein? Diese Entscheidung ist bei vielen Hunden weniger eindeutig, als es zunächst scheint. Denn Geschlechtshormone beeinflussen nicht nur Fortpflanzung und Sexualverhalten, sondern können auch Ängstlichkeit, Unsicherheit, Aggressionsverhalten, Stressverarbeitung und soziale Interaktionen beeinflussen.
In unserer tierärztlichen Kastrationsberatung für Rüden und Hündinnen betrachten wir deshalb nicht nur das Geschlecht und Alter Deines Hundes, sondern vor allem sein individuelles Verhalten, seine Entwicklung und die konkrete Fragestellung.
Zum Beispiel, wenn Du Dich fragst:
Nicht jedes unerwünschte Verhalten ist hormonell bedingt.
Ein unsicherer Hund wird durch eine Kastration nicht automatisch selbstbewusster. Bei manchen Hunden können Unsicherheit oder Ängstlichkeit nach einer Kastration sogar stärker in den Vordergrund treten. Auch Aggressionsverhalten kann sehr unterschiedliche Ursachen haben und sollte deshalb vor einer Entscheidung sorgfältig eingeordnet werden.
Gleichzeitig gibt es Hunde, bei denen Sexualhormone einen deutlichen Einfluss auf Verhalten und Wohlbefinden haben.
Deshalb betrachten wir Deinen Hund individuell statt nach pauschalen Kastrationsregeln.
Läufigkeit, hormonelle Umstellungen und Scheinmutterschaft können das Verhalten einer Hündin erheblich beeinflussen. Manche Hündinnen werden anhänglicher oder zurückgezogener, andere deutlich ängstlicher, reizbarer oder defensiver.
Wenn solche Veränderungen regelmäßig auftreten oder Deine Hündin körperlich oder psychisch stark unter einzelnen Zyklusphasen leidet, kann eine Kastration sinnvoll sein. Sie sollte jedoch nicht vorschnell entschieden werden, denn auch bei Hündinnen hat die Kastration mögliche Nachteile. Bei Hündinnen spielen Zyklus und Scheinträchtigkeit häufig eine wichtige Rolle. Mehr dazu findest Du in unserem Artikel Scheinträchtigkeit beim Hund: Symptome, Dauer und Verhalten
Aufreiten, Markieren, starkes Interesse an läufigen Hündinnen oder Konkurrenzverhalten können hormonell beeinflusst sein.
Leinenaggression, Unsicherheit, Angst oder allgemeine Erregbarkeit sind dagegen nicht automatisch „zu viel Testosteron“. Gerade bei unsicheren Rüden sollte vor einer Kastration genauer hingeschaut werden. Du möchtest Dich vor der Beratung erst ausführlicher informieren? Lies den Artikel Rüden kastrieren – ja oder nein?
Falls sinnvoll, besprechen wir auch, ob ein Hormonimplantat als zeitlich begrenzter Test infrage kommt und was sich damit tatsächlich beurteilen lässt.
Wir beurteilen:
30 Jahre klinische Erfahrung in der Verhaltenstherapie
Anerkannt durch BLTK, ATF und AG TFA
Unabhängig vom Ort sind Tierärzte von SIRIUS für Dich da
Ich hatte bei Frau Dr. Schubert eine Kastrationsberatung per Zoom und bin wirklich begeistert. Frau Dr. Schubert hat sich sehr viel Zeit genommen und alles sehr verständlich erklärt. Besonders gut fand ich, dass sowohl die Vor- als auch die Nachteile einer Kastration ehrlich und differenziert besprochen wurden. Dank des Gesprächs, das auch alle meine widersprüchlichen Informationen beseitigte, kann ich die Handlungsempfehlung nun mit einem sehr guten Gefühl umsetzen. Eine wirklich tolle, professionelle Beratung, die ich absolut weiterempfehlen kann!
Wow, was für eine Erfahrung! 🐱 Unsere Luna war nach dem Umzug völlig verstört und aggressiv gegenüber unserer zweiten Katze. Das Online-Format war perfekt – keine Transportbox, kein Stress für die Miezen. Dr. Schubert hat sich so viel Zeit genommen und konnte durch die Videos aus unserem Alltag sofort erkennen, was schief lief. Ihre warme, verständnisvolle Art hat uns Mut gemacht. Endlich jemand, der Katzen WIRKLICH versteht!
Als wir vor einem Dreivierteljahr zu SIRIUS Behaviour Vets kamen, waren wir wirklich am Ende mit unserem Latein. Unser Hund zeigte stark aggressives Verhalten und Spaziergänge waren für uns purer Stress. Dank der unglaublich einfühlsamen und kompetenten Begleitung von Astrid und Alex hat sich das komplett verändert. Wir haben gelernt, die Körpersprache unseres Hundes zu verstehen, unser eigenes Verhalten zu reflektieren und Schritt für Schritt wieder Vertrauen aufzubauen – auf beiden Seiten der Leine. Heute können wir wieder entspannt spazieren gehen. Der Onlinekurs zur Leinenaggression war dabei eine riesige Hilfe und voller Aha-Momente.
Nach zwei Jahren mit Unsauberkeitsproblemen bei unserem Kater war das Online-Intake bei Dr. Schubert ein Wendepunkt. Bereits im ersten 30-minütigen Gespräch erkannte sie mögliche medizinische Ursachen, die unser Haustierarzt übersehen hatte. Die strukturierte Herangehensweise und die Tatsache, dass wir von zu Hause aus teilnehmen konnten, nahm unserem scheuen Kater jeglichen Stress. Professionell, einfühlsam und zielführend – genau das, was Katzenhalter brauchen
Ja. Viele Fragestellungen rund um Kastration, Verhalten und Kastrationschip lassen sich sehr gut online besprechen. Wichtig ist vor allem, dass wir das Verhalten Deines Hundes, seine Entwicklung und Deine konkrete Fragestellung möglichst genau einordnen können. Falls eine körperliche Untersuchung oder weitere Diagnostik sinnvoll ist, besprechen wir das mit Dir.
Die Beratung durch einen Tierarzt für Verhaltenstherapie ist auch eine tierärztliche Leistung nach der GOT. Je nach Versicherungsvertrag wird die tierärztliche Kastrationsberatung von der Krankenversicherung übernommen. Ob und in welchem Umfang die Kosten erstattet werden, hängt von Deinem individuellen Tarif ab. Wenn Du unsicher bist, empfehlen wir Dir, vorab kurz bei Deiner Versicherung nachzufragen.
Nein. Die Kastrationsberatung richtet sich an Rüden und Hündinnen. Bei Rüden geht es häufig um Sexualverhalten, Aggression, Unsicherheit oder die Frage nach einem Kastrationschip. Bei Hündinnen können unter anderem Zyklus, Scheinträchtigkeit, hormonabhängige Verhaltensveränderungen oder der richtige Zeitpunkt einer Kastration eine Rolle spielen.
Das kann sehr sinnvoll sein. Gerade wenn der Kastrationschip als Test vor einer endgültigen Kastration eingesetzt werden soll, empfiehlt es sich, vorher festzulegen, welche konkreten Verhaltensweisen beobachtet werden sollen. So lässt sich später besser beurteilen, ob sich das Verhalten unter hormoneller Suppression tatsächlich verändert hat.
Unser Ziel ist keine pauschale Empfehlung für oder gegen eine Kastration. Wir schauen gemeinsam darauf, welche Rolle Hormone bei Deinem Hund wahrscheinlich spielen, welche Erwartungen realistisch sind und welche Vor- und Nachteile berücksichtigt werden sollten. Am Ende sollst Du eine fundierte Entscheidung treffen können, die zu Deinem Hund und seiner Situation passt.

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Erfahrung im Hundetraining
Tiermedizinisches Fachwissen
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Unser Zentrum ist von der Tierärztekammer anerkannte Weiterbildungseinrichtung für Kollegen
Wir arbeiten auf Basis tiermedizinischer und verhaltensbiologischer Konzepte