Trennungsangst beim Hund: Wenn Dein Hund nicht allein bleiben kann
Tierärztliche Verhaltenstherapie · Verhaltenstraining · Videoanalyse · München & online
Dein Hund wird unruhig, sobald Du gehst, bellt oder jault, läuft durch die Wohnung oder kommt während Deiner Abwesenheit überhaupt nicht zur Ruhe?
Wenn ein Hund nicht allein bleiben kann, steckt nicht automatisch mangelnde Erziehung dahinter. Trennungsstress kann unterschiedliche Ursachen haben – und genau deshalb beginnt eine erfolgreiche Therapie mit einer guten Einschätzung.
Wir schauen zuerst:
Was passiert mit Deinem Hund, wenn Du gehst – und warum?
Als tierärztliche Praxis für Verhaltenstherapie verbinden wir bei SIRIUS Behavior Vets Verhaltensmedizin, Verhaltenstherapie und modernes Hundetraining. Wir begleiten Hunde mit Trennungsangst und anderen trennungsbezogenen Problemen in München und online.
Hat mein Hund
Trennungsangst?
Nicht jeder Hund, der ungern allein bleibt, leidet unter einer klassischen Trennungsangst. In der Verhaltensmedizin für Hunde sprechen wir deshalb häufig allgemeiner von trennungsbezogenen Problemen oder Separation-Related Distress.
Typische Symptome von Trennungsangst beim Hund
- Bellen, Jaulen oder Winseln
- Unruhe und rastloses Umherlaufen
- Hecheln oder Speicheln
- Zittern
- Kratzen an Türen oder Fenstern
- Zerstörungsverhalten
- Urin- oder Kotabsatz
- Futter wird während der Abwesenheit nicht genommen
- starke Reaktion auf Schlüssel, Schuhe oder Jacke
- dauerhaftes Orientieren zur Tür
- Schwierigkeiten, selbstständig zu ruhen
Nicht jeder Hund mit Trennungsstress bellt oder zerstört die Wohnung.
Manche Hunde leiden sehr still. Analyse und Diagnostik sind wichtig.
Was macht Dein Hund wirklich, wenn er allein ist?
Eine Videoaufnahme ist bei Problemen mit dem Alleinbleiben oft wesentlich aussagekräftiger als die Frage, ob die Wohnung unversehrt geblieben ist.
Darauf achten wir bei der Videoanalyse
- Wann beginnt die erste Verhaltensänderung?
- Kann der Hund liegen oder schlafen?
- Wie stark orientiert er sich zur Tür?
- Nimmt die Erregung zu oder wieder ab?
- Welche Lautäußerungen treten auf?
- Gibt es körperliche Stresszeichen?
- Gibt es echte Phasen der Entspannung?
Kostenübernahme
Als Tierärztinnen unterliegen wir der Abrechnung durch die Tierärztliche Gebührenordnung (GOT): Viele Tier-Krankenversicherungen erstatten somit die Kosten für eine verhaltenstherapeutische Behandlung auf Grundlage der GOT.
Hund kann nicht alleine bleiben – ist das immer Trennungsangst?
Nein.
Ähnliche Verhaltensweisen können unterschiedliche Ursachen haben.
Trennung von einer Bezugsperson
Der Hund reagiert besonders auf die Abwesenheit eines bestimmten Menschen.
Soziale Isolation
Der Hund hat Schwierigkeiten damit, grundsätzlich ohne Sozialpartner zu sein.
Geräusch- und Umweltangst
Geräusche im Treppenhaus oder außerhalb der Wohnung können eine Rolle spielen.
Hohe Erregung oder Frustration
Nicht jedes Bellen oder Umherlaufen ist Ausdruck von Angst.
Fehlende Ruhe und Selbstständigkeit
Manche Hunde können auch in Anwesenheit ihres Menschen kaum selbstständig abschalten.
Körperliche Ursachen
Schmerzen, Erkrankungen oder altersbedingte Veränderungen können das Verhalten beeinflussen.
Warum kann mein Hund
nicht alleine bleiben?
Frühe Erfahrungen und Entwicklung
Wie gut ein Hund später mit Trennung umgehen kann, wird unter anderem durch frühe Lernerfahrungen, individuelle Entwicklung und genetische Faktoren beeinflusst. Fehlende oder ungünstige Erfahrungen können die Fähigkeit erschweren, sich auch ohne unmittelbare Nähe zu einer Bezugsperson sicher zu fühlen.
Veränderungen im Alltag
Umzug, neue Arbeitszeiten, das Ende einer Homeoffice-Phase, Veränderungen in der Familie oder der Verlust eines Sozialpartners können das bisherige Gleichgewicht verändern. Manche Hunde entwickeln deshalb auch erst im Erwachsenenalter Probleme mit dem Alleinbleiben.
Bindung und Alltagsstrukturen
Eine enge Bindung ist nicht das Problem. Relevant kann aber sein, wenn ein Hund kaum Gelegenheit hat, selbstständig zu ruhen, räumliche Distanz auszuhalten oder sich auch ohne direkte Interaktion sicher zu fühlen.
Angst und hohe Erregbarkeit
Hunde mit erhöhter Ängstlichkeit, Geräuschempfindlichkeit oder Schwierigkeiten bei der Erregungsregulation reagieren häufig auch auf Trennung stärker. Das Alleinbleiben ist dann manchmal nur ein Teil eines umfassenderen Stress- oder Angstgeschehens.
Körperliche und altersbedingte Faktoren
Schmerzen, internistische oder neurologische Erkrankungen sowie altersbedingte Veränderungen können Verhalten deutlich beeinflussen. Besonders wenn ein Hund plötzlich nicht mehr allein bleiben kann, obwohl dies früher problemlos möglich war, sollte eine medizinische Ursache mit abgeklärt werden.
Was hilft bei Trennungsangst beim Hund?
Nicht: Wie lange hält mein Hund es aus?
Sondern: Was braucht mein Hund, damit er sich auch ohne meine unmittelbare Nähe sicher fühlen kann?
1. Stress und Überforderung reduzieren
Ein Hund, der beim Alleinsein regelmäßig starke Angst oder Panik erlebt, lernt dadurch nicht automatisch, besser allein zu bleiben. Deshalb gehört zu einer guten Therapie zunächst auch ein realistisches Management des Alltags. Ziel ist, belastende Situationen möglichst nicht ständig zu wiederholen und gleichzeitig Bedingungen zu schaffen, unter denen neues Lernen überhaupt möglich wird.
2. Entspannt für sich sein – auch wenn Du zuhause bist
Alleinbleiben beginnt nicht erst an der Haustür. Für viele Hunde ist es wichtig,zunächst zu lernen, auch in Anwesenheit ihrer Bezugsperson selbstständig zu ruhen, räumliche Distanz auszuhalten und nicht jede Bewegung des Menschen verfolgen zu müssen. Eine sichere Bindung und Selbstständigkeit schließen sich dabei nicht aus – im Gegenteil: Beides kann nebeneinander bestehen.
3. Alleinbleiben individuell aufbauen
Die Trainingsschritte müssen zum jeweiligen Hund passen. Bei manchen Hunden beginnt das Training mit wenigen Sekunden, bei anderen zunächst mit kleinen Veränderungen innerhalb der Wohnung während Du zuhause bist. Entscheidend ist nicht, wie lange der Hund „durchhält“, sondern ob er in einem emotionalen Zustand bleibt, in dem Lernen möglich ist. Deshalb sollte das Training regelmäßig an das tatsächliche Verhalten angepasst werden.
4. Schlüsselreize berücksichtigen
Manche Hunde reagieren bereits lange vor dem eigentlichen Weggehen. Schuhe, Jacke, Tasche, Schlüssel oder bestimmte Routinen können zu Vorboten der Trennung werden und schon früh Stress auslösen. Diese sogenannten Schlüsselreize sollten im Training mit berücksichtigt werden, damit nicht nur das Alleinsein selbst, sondern auch die gesamte Erwartungskette rund um das Verlassen der Wohnung verändert werden kann.
Wir möchten verstehen, welche Emotion und welche Mechanismen das Verhalten Deines Hundes aufrechterhalten.
Medikamente bei Trennungsangst – wann sind sie sinnvoll?
Bei ausgeprägten Angststörungen kann eine medikamentöse Unterstützung zusätzlich zur Verhaltenstherapie sinnvoll sein. Ziel ist nicht, einen Hund lediglich ruhigzustellen. Eine geeignete medikamentöse Therapie kann Angst und übermäßige Erregung reduzieren und damit Bedingungen schaffen, unter denen Lernen wieder besser möglich wird.
Ob Medikamente notwendig sind, welche Wirkstoffgruppe infrage kommt und welche medizinischen Faktoren berücksichtigt werden müssen, wird individuell tierärztlich entschieden.
Warum SIRIUS?
✓ Tierärztliche Verhaltenstherapie
✓ Verhaltenstraining
✓ medizinische Differenzialdiagnostik
✓ medikamentöse Therapie bei entsprechender Indikation
✓ Online-Begleitung und Termine in München
Verhaltenstherapie und Medikation sind keine Gegensätze.
Bei entsprechendem Schweregrad können sie sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Welcher nächste Schritt passt zu Euch?
Mein Hund hat bereits ein Problem
Intake – erste verhaltensmedizinische Einschätzung
Dein persönlicher Termin
45 Minuten.
Ich möchte strukturiert daran arbeiten
Intensiv-Workshop Trennungsangst
in fünf Modulen a 2 Std-
Verhaltensmedizinische und trainingspraktische Hintergründe und Grundlagen für Dich
Mein Hund hat noch kein ernstes Problem
Webinar:
Alleinbleiben richtig lernen von Anfang an. Für vorbeugenden oder frühen Aufbau.
Webinar zum Download






Verhaltenstherapie bei SIRIUS Behavior Vets
Trennungsangst ist selten nur ein Trainingsproblem.
Verhalten entsteht immer aus dem Zusammenspiel von Emotion, Lernerfahrung, körperlicher Verfassung, Umwelt und individueller Vorgeschichte.
Bei SIRIUS Behavior Vets betrachten wir deshalb nicht nur das sichtbare Verhalten beim Alleinsein, sondern den Hund als Ganzes.
Als tierärztliche Praxis für Verhaltenstherapie verbinden wir verhaltensmedizinische Diagnostik mit moderner Verhaltenstherapie und praktischem Training.
So können wir besser einschätzen, ob hinter dem Verhalten tatsächlich eine Trennungsangst steckt, welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen und welche Form der Unterstützung sinnvoll ist. Bei Bedarf beziehen wir auch körperliche Ursachen, Schmerzen, altersbedingte Veränderungen, Ernährung oder eine medikamentöse Begleitung in die Therapieplanung mit ein.
Unser Ziel:
Keine Standardlösung, sondern ein individuell passender Therapieplan, der sich an Deinem Hund, seinem emotionalen Zustand und Eurem Alltag orientiert.
Fachlich verantwortlich
Dr. med. vet. Astrid Schubert
Tierärztin mit Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie
SIRIUS Behavior Vets, München
Zuletzt fachlich aktualisiert: August 2026
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Häufig gestellte Fragen
Als spezialisierte Tierärzte für Verhaltenstherapie bei SIRIUS Behavior Vets kombinieren wir fundiertes medizinisches Wissen mit tiefgreifender verhaltensmedizinischer Expertise. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hundetrainern verfügen wir über eine umfassende tiermedizinische Ausbildung sowie eine zusätzliche Fachqualifikation im Bereich der Verhaltensmedizin.
Unsere Arbeit in der Tierpsychologie umfasst:
- Ganzheitliche Verhaltensanalysen unter Berücksichtigung medizinischer Faktoren
- Diagnose und Behandlung von komplexen Verhaltensstörungen
- Erstellung individueller Therapiepläne basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
- Beurteilung der Notwendigkeit unterstützender medikamentöser Therapien
- Abgrenzung zwischen medizinisch bedingten und erlernten Verhaltensauffälligkeiten
Als Tierärzte für Verhaltenstherapie können wir Verhaltensauffälligkeiten in ihrem gesamten Kontext betrachten – einschließlich möglicher organischer Ursachen. Diese ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es uns, präzisere Diagnosen zu stellen und effektivere Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Bei SIRIUS Behavior Vets verbinden wir unsere tiermedizinische Expertise mit praktischer Erfahrung als zertifizierte Hundetrainer und anerkannte Sachverständige für die Prüfung nach §11 TSchG. Diese Kombination aus medizinischem Fachwissen und praktischer Trainingskompetenz bildet die Grundlage für unseren umfassenden Ansatz in der Verhaltenstherapie
Typische Anzeichen sind Unruhe, Bellen, Jaulen, Hecheln, Speicheln, Kratzen an Türen, Zerstörungsverhalten oder Unsauberkeit während der Abwesenheit. Manche Hunde zeigen jedoch deutlich subtilere Stresszeichen und liegen beispielsweise ruhig, sind dabei aber dauerhaft angespannt und kommen nicht in echten Schlaf. Eine Videoaufnahme ist deshalb oft besonders hilfreich, um das Verhalten zuverlässig einzuschätzen.
Häufiges Folgen allein bedeutet noch nicht, dass ein Hund Trennungsangst hat. Es kann Gewohnheit, Erwartung, Orientierung am Menschen oder Teil eines individuellen Bindungsverhaltens sein. Relevant wird es vor allem dann, wenn der Hund kaum selbstständig ruht, jede Bewegung kontrolliert und bereits auf kurze räumliche Distanz mit deutlicher Unruhe reagiert. Oft leiden die Tiere deshalb an Schlafmangel (16-18 Stunden sind normal), was zu gesteigerter Nervosität führt und die Trennungsangst verstärken kann.
- Art und Schweregrad des Verhaltensproblems: Einfachere Probleme wie leichte Unsicherheiten können oft schneller behandelt werden als komplexe Verhaltensstörungen wie ausgeprägte Aggressionen oder schwere Angststörungen.
- Chronizität des Problems: Verhaltensmuster, die bereits seit längerer Zeit bestehen, benötigen in der Regel mehr Zeit für eine nachhaltige Veränderung.
- Individuelle Lerngeschwindigkeit des Tieres: Jedes Tier lernt in seinem eigenen Tempo, abhängig von Charakter, Alter und früheren Erfahrungen.
- Konsequenz in der Umsetzung: Die regelmäßige und korrekte Anwendung der Therapiemaßnahmen durch die Tierhalter hat erheblichen Einfluss auf den Therapieerfolg und die Therapiedauer.
Typischerweise umfasst eine Verhaltenstherapie:
- Eine ausführliche Erstberatung
bei der eine umfassende Analyse des Problems erfolgt und ein individueller Behandlungsplan erstellt wird. - Mehrere Folgeberatungen
in regelmäßigen Abständen (in der Regel 3-4 Wochen), um den Fortschritt zu überwachen und das Therapieprogramm bei Bedarf anzupassen. - Übungsphasen zwischen den Terminen, in denen die Tierhalter die besprochenen Maßnahmen umsetzen.
Bei einfacheren Problemen kann eine spürbare Verbesserung oft schon nach wenigen Wochen eintreten, während komplexere Fälle eine Betreuung über mehrere Monate erfordern können.
Bei SIRIUS Behavior Vets legen wir Wert auf transparente Kommunikation. Unser Ziel ist es, nicht nur kurzfristige Erfolge zu erzielen, sondern langfristige, nachhaltige Verbesserungen im Verhalten Ihres Tieres zu erreichen.
Die Kosten für eine tierärztliche Verhaltenstherapie richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die verbindliche Mindestgebühren festlegt. Detaillierte Preisinformationen finden Sie auf unserer Homepage in den spezifischen Bereichen für Hunde und Katzen.
Um die Kosten für unsere Klienten möglichst effizient zu gestalten, bieten wir bei SIRIUS Behavior Vets ein durchdachtes Baukastensystem an:
- Intensiv-Workshops 32€ / Stunde:
In kleinen Gruppen vermitteln wir live Grundlagenwissen zu verschiedenen Verhaltensthemen. Sie können eigene Videos einbringen und individuelle Fragen in geschütztem Rahmen stellen.
Die Workshops sind deutlich günstiger als Einzeltherapie – und machen sie effizienter: Eine solide Wissensbasis spart später Zeit und Kosten. Alle Teilnehmer erhalten Handouts mit Checklisten und Trainings-Tipps.
- Intake / Dein erster Termin mit Ersteinschätzung
Im 45-minütigen Intake lernen wir Dich und Deinen Hund kennen und verschaffen uns einen ersten Überblick über Eure aktuelle Situation. Preis 87 Euro.
Gemeinsam klären wir, welche Ursachen hinter dem Verhalten stehen könnten, welche weiteren diagnostischen Schritte sinnvoll sind und welche Unterstützung zu Euch, Eurem Alltag und Euren Möglichkeiten passt.
Der Termin findet wahlweise in unserer Praxis oder online statt. Am Ende erhältst Du eine erste fachliche Einschätzung und eine konkrete Empfehlung für das weitere Vorgehen. - Coaching / Praxis-Therapietraining 149 € / Stunde:
Für komplexe oder besonders individuelle Themen bieten wir persönliche Einzelberatung bei Fachtierärzten für Verhaltenstherapie an. Hier arbeiten wir gezielt an Deiner spezifischen Situation – mit maßgeschneiderten Lösungen, direktem Feedback und konkreten Therapieschritten, die Du sofort umsetzen kannst. - Trainingsstunden durch unserer ausgebildeten Hundetrainer 95 € / Stunde
Über unsere angegliederte Hundeschule bieten wir praktische Übungseinheiten zu einem besonders günstigen Preis an. Da diese Stunden als Trainingsleistung und nicht als tierärztliche Leistung abgerechnet werden, fallen sie nicht unter die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) – das spart spürbar Kosten.
Trainingsstunden ersetzen kein Coachingtermine, aber man braucht deutlich weniger davon.
Unser Ziel ist es, für jeden Klienten die optimale Balance zwischen fachlicher Qualität und wirtschaftlicher Effizienz zu finden. Wir beraten Sie gerne individuell, welche Kombination aus Workshops, Einzeltherapie und Trainingsstunden für Ihre spezifische Situation am sinnvollsten ist.
Für eine persönliche Kostenberatung oder detailliertere Informationen kontaktieren Sie uns bitte direkt – wir stellen gemeinsam mit Ihnen einen maßgeschneiderten Therapieplan zusammen.
Bellen beim Alleinsein kann unterschiedliche Ursachen haben. Manche Hunde bellen aus Angst oder Trennungsstress, andere reagieren auf Geräusche im Treppenhaus, Frustration oder eine hohe allgemeine Erregung. Deshalb sollte nicht allein aus dem Bellen auf Trennungsangst geschlossen werden. Entscheidend ist, in welchem Zusammenhang das Verhalten auftritt und welche weiteren Stresssignale zu beobachten sind.
Das lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Die Dauer hängt unter anderem von der Schwere des Problems, der Vorgeschichte, möglichen Begleiterkrankungen und den Möglichkeiten im Alltag ab. Bei ausgeprägter Trennungsangst sollte eher in Wochen und Monaten als in wenigen Tagen gedacht werden. Wichtig ist nicht, möglichst schnell lange Abwesenheitszeiten zu erreichen, sondern eine stabile Veränderung des emotionalen Zustands.
Wenn ein Hund beim Alleinsein regelmäßig starke Angst oder Panik erlebt, sollte diese Belastung während der Therapie möglichst reduziert werden. Das bedeutet nicht, dass jede Trennung vollständig vermieden werden muss. Entscheidend ist ein realistisches Management, das verhindert, dass der Hund ständig weit über seine individuelle Belastungsgrenze gerät.
Ja. Veränderungen im Alltag, ein Umzug, neue Arbeitszeiten, der Verlust eines Sozialpartners oder belastende Erfahrungen können dazu führen, dass ein Hund plötzlich Schwierigkeiten mit dem Alleinsein entwickelt. Wenn ein zuvor sicher alleinbleibender Hund ohne erkennbare äußere Ursache plötzlich deutliche Probleme zeigt, sollten auch Schmerzen, körperliche Erkrankungen oder altersbedingte Veränderungen medizinisch abgeklärt werden.
Nicht jeder Hund mit Trennungsangst benötigt Medikamente. Bei ausgeprägten Angstzuständen oder sehr hoher Erregung kann eine medikamentöse Unterstützung jedoch sinnvoll sein. Ziel ist nicht, den Hund einfach ruhigzustellen, sondern Angst so weit zu reduzieren, dass Lernen und Verhaltenstherapie besser möglich werden. Ob und welche Medikation infrage kommt, sollte individuell tierärztlich entschieden werden.
Viele Bestandteile der Therapie lassen sich sehr gut online begleiten, weil das entscheidende Verhalten zuhause stattfindet und über Video beurteilt werden kann. Trainingsschritte, Management und Verlaufskontrollen können deshalb häufig online besprochen und angepasst werden. Wenn eine körperliche Untersuchung, weiterführende Diagnostik oder eine medikamentöse Therapie notwendig ist, wird dies entsprechend ergänzt.
Dein Hund kann nicht allein bleiben?
Nicht die Frage, wie lange er es aushält, sollte am Anfang stehen.
Sondern:
Warum fällt ihm die Trennung schwer – und was braucht er, damit sich das verändert?
Wir helfen Euch, genau das herauszufinden.
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