Angsthund – wenn Angst den Alltag bestimmt

Tierärztliche Verhaltenstherapie · Verhaltensmedizin · Verhaltenstraining

Dein Hund hat Angst vor fremden Menschen, ist draußen ständig unsicher oder erschrickt bei alltäglichen Situationen ungewöhnlich schnell?

Vielleicht zieht er sich bei Besuch zurück, lässt sich von Fremden nicht anfassen, friert in schwierigen Situationen ein oder versucht durch Bellen und Knurren Abstand herzustellen.

Viele dieser Hunde werden einfach als „unsicher“ bezeichnet. Doch wenn Angst den Alltag bestimmt, sich auf immer mehr Situationen ausweitet oder Training kaum Fortschritte bringt, sollte genauer hingeschaut werden.

Angst ist kein Trainingsthema. Ausgeprägte Angst ist eine Emotion – und damit auch ein verhaltensmedizinisches Thema.

Bei SIRIUS Behavior Vets verbinden wir tierärztliche Verhaltenstherapie mit praktischem Hundetraining. Wir schauen nicht nur darauf, wie sich Dein Hund verhält, sondern auch darauf, warum bestimmte Situationen für ihn so bedrohlich sind und was er braucht, damit neues Lernen überhaupt möglich wird.

Mein Hund hat Angst vor Menschen

Angst vor Menschen kann den gemeinsamen Alltag erheblich einschränken.

Manche Hunde haben vor allem Schwierigkeiten mit fremden Menschen. Andere reagieren besonders auf Männer, Kinder, Personen mit ungewohnter Kleidung oder Menschen, die sich direkt auf sie zubewegen.

Vielleicht kennst Du Situationen wie diese:

  • Dein Hund weicht Passanten aus.
  • Er möchte einen großen Bogen um Menschen machen.
  • Besuch führt zu Verstecken, Bellen oder starker Unruhe.
  • Er lässt sich von fremden Menschen nicht anfassen.
  • Er friert ein, wenn jemand sich nähert.
  • Er knurrt oder bellt Menschen an, die Kontakt aufnehmen möchten.
  • Er schnappt, wenn seine Distanz unterschritten wird.
  • Er braucht sehr lange, bis er einer neuen Person vertraut.

 

Gerade bei Angst vor Menschen wird häufig empfohlen, den Hund einfach häufiger mit Menschen in Kontakt zu bringen. Leider bewirken diese sog. „Reizüberflutung“ oft das Gegenteil.

Denn mehr Kontakt bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit.

Wenn ein Hund jede Begegnung erneut als bedrohlich erlebt,
kann sich die Angst sogar weiter festigen.

Gewöhnung funktioniert nur, wenn der Hund die Situation bewältigen kann

Ein Hund lernt nicht allein dadurch, dass „nichts passiert“.

Entscheidend ist, wie er die Situation erlebt.

  • Kann er Abstand halten?
  • Kann er sich zurückziehen?
  • Nimmt er noch Futter?
  • Kann er schnüffeln und Informationen aufnehmen?
  • Kann er selbst entscheiden, ob er sich nähert?
  • Oder befindet er sich bereits in einem Zustand, in dem Flucht, Erstarren oder Ab­wehr­verhalten dominieren?

 

Gutes Training beginnt deshalb nicht mit möglichst viel Nähe.

Es beginnt mit einer Situation, die der Hund emotional noch bewältigen kann.

Angst vor Geräuschen: Gewitter, Feuerwerk und plötzliche Geräusche

Geräuschangst ist bei Hunden häufig – und sie kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Hunde reagieren nur auf einzelne Auslöser wie Gewitter oder Feuerwerk, andere entwickeln zunehmend Angst vor einer ganzen Reihe von Geräuschen und zeigen schon bei entfernten oder kaum vorhersehbaren Reizen deutlichen Stress.

Wichtig ist: Geräuschangst ist nicht immer nur ein Trainingsproblem. Neben Lernerfahrungen und individueller Ängstlichkeit können auch körperliche Faktoren eine Rolle spielen. Besonders bei neu auftretender oder zunehmender Geräuschempfindlichkeit sollte deshalb auch an Schmerzen oder andere gesundheitliche Veränderungen gedacht werden.

Ausführlicher erklären wir die Zusammenhänge in unserem Fachartikel:

→ Wenn jeder Knall zur Panik führt – Geräuschphobie beim Hund

Bei Geräuschangst auch an Schmerzen denken

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Kostenübernahme

Als Tierärztinnen unterliegen wir der Abrechnung durch die Tierärztliche Gebührenordnung (GOT): Viele Tier-Kranken­versicherungen erstatten somit die Kosten für eine verhaltens­therapeutische Behandlung auf Grundlage der GOT. 

Wenn Angst vor Menschen wie Aggression aussieht

Bellen, Knurren oder Schnappen wird schnell als Aggressionsproblem eingeordnet.

Dabei kann die dahinterliegende Botschaft sehr einfach sein:

Bleib weg!

Hat ein Hund gelernt, dass Knurren oder Vorwärtsgehen Menschen zuverlässig auf Abstand hält, kann dieses Verhalten mit der Zeit immer schneller auftreten.

Das bedeutet nicht, dass Aggressionsverhalten harmlos ist.

Aber für eine erfolgreiche Therapie müssen wir verstehen, warum der Hund es zeigt.

Bei angstbedingtem Aggressionsverhalten reicht es nicht, nur das sichtbare Verhalten zu unterbrechen. Wir müssen gleichzeitig daran arbeiten, wie der Hund die auslösende Situation emotional bewertet.

Persönlicher Kommentar

Aggression: Das habe ich in meiner Sprechstunde gelernt.

von Dr med.vet. Astrid Schubert
Tierärztin für Verhaltenstherapie 

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Nicht möglichst mutig wirken ist das Ziel. Sondern sich sicherer fühlen.

Ängstlicher Hund erstarrt in einer belastenden Situation

Warum Angst vor Menschen verhaltensmedizinisch abgeklärt werden sollte

Dazu gehören unter anderem:

  • genetische Ängstlichkeit,
  • unzureichende oder ungünstige frühe Sozialisation,
  • negative Lernerfahrungen,
  • chronischer Stress,
  • generalisierte Angst,
  • Schmerzen oder körperliches Unwohlsein,
  • wiederholte Überforderung.

Vor allem wenn die Angst stark ausgeprägt ist, sich verschlechtert oder bereits aggressives Verhalten entstanden ist, sollte deshalb nicht ausschließlich nach der passenden Trainingsübung gesucht werden.

Die wichtigere Frage lautet:

Warum ist die Angst so stark – und was braucht dieser Hund, damit er überhaupt sicher lernen kann?

Hazel 

So sieht ein echter Fall aus.

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Ängstlicher beiger Hund liegt geduckt auf dem Boden und blickt unsicher nach oben

"Wir trainieren schon – aber die Angst wird nicht besser..."

Viele Halter kommen zu uns nicht am Anfang des Problems.

Sie haben bereits Bücher gelesen, Trainingsvideos ausprobiert oder mit einem Hundetrainer gearbeitet.

Und trotzdem bleibt der Hund ängstlich.

Das bedeutet nicht automatisch, dass schlecht trainiert wurde.

Manchmal reicht Training allein nicht aus.

Zum Beispiel wenn:

  • die Angst bereits sehr stark ausgeprägt ist,
  • der Hund fast täglich überfordert wird,
  • mehrere Ängste gleichzeitig bestehen,
  • die Angst zunehmend generalisiert,
  • die allgemeine Stressbelastung sehr hoch ist,
  • körperliche Faktoren die Reizschwelle beeinflussen,
  • oder der Hund in den Trainingssituationen kaum noch lernfähig ist.

Dann ist es sinnvoll, das Problem aus verhaltensmedizinischer Sicht neu zu beurteilen.

Angsttherapie: Darum reicht Training allein häufig nicht

von Dr. med.vet. Astrid Schubert
Tierärztin für Verhaltenstherapieseit über 30 Jahren und
Leiterin der SIRIUS Behavior Vets

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Wann sollte ein Angsthund zum Tierarzt für Verhaltenstherapie?

Eine verhaltensmedizinische Einschätzung ist besonders sinnvoll, wenn:

  • Dein Hund vor vielen unterschiedlichen Situationen Angst hat,
  • Angst seinen Alltag deutlich einschränkt,
  • Angst vor Menschen stark ausgeprägt ist,
  • Dein Hund regelmäßig fliehen oder sich verstecken möchte,
  • er häufig erstarrt, nicht mehr weitergehen möchte
  • Angst zu Bellen, Knurren oder Schnappen führt,
  • die Ängste trotz Training zunehmen,
  • Dein Hund kaum Fortschritte macht,
  • die Angst sich auf neue Situationen ausweitet,
  • oder sich sein Verhalten plötzlich deutlich verändert hat.

Auch bei scheinbar „nur unsicheren“ Hunden lohnt es sich manchmal, früher hinzuschauen.

Denn je stärker Vermeidung, Stress und Angst im Alltag verankert sind, desto schwieriger wird es für den Hund, neue Erfahrungen zu sammeln

Verhaltenstherapie beginnt mit einer guten Einschätzung

Bei SIRIUS Behavior Vets starten wir deshalb mit einer verhaltenstherapeutischen Anamnese.

Wir möchten zunächst verstehen:

  • Wovor hat Dein Hund Angst?
  • Seit wann besteht das Problem?
  • Wie stark ist seine Belastung?
  • Welche Situationen kann er noch bewältigen?
  • Welche Strategien nutzt er bisher?
  • Wie sieht sein Alltag aus?
  • Welche Trainingsansätze wurden bereits ausprobiert?
  • Gibt es Hinweise auf Schmerzen oder andere körperliche Faktoren?
  • Reicht Training aus – oder braucht Dein Hund zusätzliche verhaltensmedizinische Unterstützung?

 

Wenn Du nicht sicher bist, ob Dein Hund einfach vorsichtig ist oder ob eine behandlungsbedürftige Angstproblematik vorliegt, ist unser Intake der richtige Einstieg.

In diesem ersten Termin klären wir, wie stark Dein Hund belastet ist, welche Faktoren wahrscheinlich eine Rolle spielen und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Du musst vorher noch nicht wissen, welche Therapie Dein Hund braucht. Genau das klären wir gemeinsam.

Unser Ansatz bei SIRIUS Behavior Vets

Bei SIRIUS Behavior Vets verbinden wir tierärztliche Verhaltensmedizin mit praktischem Therapie-Training.

Wir betrachten nicht nur einzelne Symptome, sondern fragen:

✓ Was löst Angst oder Phobie aus aus

✓ Wie schnell beruhigt sich der Hund wieder?

Welche Lernprozesse haben sich entwickelt?

Wie sieht der Alltag aus?

Wie viel Schlaf bekommt der Hund?

✓ Welche Emotion verstärkt das Problem möglicherweise?

✓ Gibt es körperliche Faktoren, die berücksichtigt werden sollten?

✓ Und an welcher Stelle kann Training wirklich wirksam werden?

So entsteht ein individueller Therapieplan, der nicht versucht, den Hund einfach „ruhigzustellen“, sondern seine Fähigkeit zur Resistenz verbessert.

Emotionen berücksichtigen

Ein Hund kann Verhalten nicht nachhaltig verändern, wenn die zugrunde liegende Emotion unverändert bleibt.

Welcher nächste Schritt passt zu Euch?

Mein Hund hat bereits ein Angst-Problem

Intake –

erste verhaltensmedizinische Einschätzung

Dein persönlicher Termin

45 Minuten.

Ich möchte strukturiert daran arbeiten

Intensiv-Workshop Umwelt- und Geräuschangst
in fünf Modulen a 2 Std.

Ver­haltensmedizinische und trainingspraktische Hintergründe und Grundlagen für Dich

Mein Hund hat noch kein ernstes Problem

Webinar:

Die frühen Stress-Signale Deines Hundes erkennen und rechtzeitig handeln.

Webinar zum Download

Verhaltensthera­pie bei SIRIUS Behavior Vets

Angst ist kein Problem, das ein Hund einfach „wegtrainieren“ muss

Training ist ein wichtiger Teil der Verhaltenstherapie.

Aber das Ziel besteht nicht darin, dass Dein Hund Angst besser unterdrückt oder unangenehme Situationen länger aushält.

Wir möchten erreichen, dass er sich tatsächlich sicherer fühlt, bessere Bewältigungsstrategien entwickelt und wieder mehr Handlungsspielraum bekommt.

 

Nicht möglichst mutig wirken ist das Ziel. Sondern sich sicherer fühlen.


Fachlich verantwortlich
Dr. med. vet. Astrid Schubert
Tierärztin mit Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie
SIRIUS Behavior Vets, München

Zuletzt fachlich aktualisiert: August 2026

Mehr über
Angsthunde erfahren

Angst vor Menschen oder vor Geräuschen? Lies mehr über die Behandlung von Phobien

 

→ Lies den Artikel 

Wenn jeder Knall zur Panik führt…

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Tierarzt für Verhaltenstherapie und einem sog. "Verhaltens-therapeuten"?

Der wesentliche Unterschied liegt in der zertifizierten Ausbildung und Qualifikation von Tierärztinnen. Dem gegenüber steht der nicht definierte Beruf des "Verhaltenstherapeuten", der gar keine Ausbildungsvorschriften als Zulassung hat. Der Begriff "Verhaltenstherapeut" ist nicht geschützt. Jeder kann sich so nennen.

Eine Tierarztin für Verhaltenstherapie hat zunächst ein vollständiges tiermedizinisches Studium absolviert, das in der Regel 5-6 Jahre dauert. Während dieses Studiums werden umfassende Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Neurologie, Pharmakologie und weiteren medizinischen Fachgebieten erworben.

Nach dem Studium folgt eine mehrjährige, strukturierte Weiterbildung im Bereich Verhaltenstherapie unter der Aufsicht erfahrener Fachkolleg*innen. Diese Weiterbildung umfasst hunderte Stunden theoretischer und praktischer Ausbildung sowie dokumentierte Fallarbeit. Den Abschluss bildet eine anspruchsvolle Prüfung bei der Tierärztekammer, die den hohen Qualitätsstandard sicherstellt.

Im Gegensatz zu einem Fachtierarzt ist die Bezeichnung "Verhaltensthera­peut" BEI HUNDETRAINER/INNEN NICHT GESCHÜTZT.

Dies bedeutet für Dich:

  • Keine einheitlichen Standards für hübsche Zertifikate bezüglich der Lehrinhalte oder Prüfungsanforderungen. Es reicht einen Wochenendkurs zu machen.
  • Jeder Hundetrainer kann sich ohne einen Lehrplan und ohne Prüfung "Verhaltens­thera­peut" nennen. Du weißt also nicht, welche Leistung Du bekommst.
  • Häufig fehlt eine professionelle Supervision während der praktischen Anwendung. D.h. der Verhaltenstherapeut macht seine ersten Erfahrungen evtl an Deinem Hund.
  • Kein medizinisches Wissen, um organische Ursachen von Verhaltensproblemen zu erkennen und zu behandeln
  • Keine verpflichtende Weiterbildung, um das Wissen dem aktuellen Stand der Wissenschaft anzugleichen.

Für Tierhalterinnen ist es nahezu unmöglich, die Qualität der Ausbildung eines selbsternannten Verhaltensthera­peuten einzu­schätzen. Besonders problematisch: Ohne fachkundige Supervision können unerfah­rene Trainer Fehler machen, wobei im schlimmsten Fall der Hund des Kunden zum "Versuchskanin­chen" für erste therapeutische Versuche wird.

Tierärzt*innen für Verhaltenstherapie können hingegen:

  • nach einer dreijährigen Facharztausbildung mit Supervision wirklich helfen.
  • Auf ein fundiertes Verständnis der verhaltensbiologischen, psychologischen und neurologischen Prozesse zurückgreifen
  • Medizinische Ursachen für Verhaltensprobleme diagnostizieren und behandeln
  • Bei Bedarf Medikamente verschreiben, die bei der Therapie unterstützen können
  • Eine wissenschaftlich fundierte, ganzheitliche Verhaltens­therapie anbieten, die auch körperliche Ursachen für das Verhalten  diagnostiziert.

Bei SIRIUS Behavior Vets erhältst Du die Gewissheit, dass Ihr Tier von Fachpersonal mit höchster Qualifikation und umfassender Erfahrung betreut wird.

Wie viel kostet eine Verhaltenstherapie für ängstliche Hunde?

Die Kosten für eine tierärztliche Verhaltenstherapie richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die verbindliche Mindestgebühren festlegt. Detaillierte Preisinformationen finden Sie auf unserer Homepage in den spezifischen Bereichen für Hunde und Katzen.

Um die Kosten für unsere Klienten möglichst effizient zu gestalten, bieten wir bei SIRIUS Behavior Vets ein durchdachtes Baukastensystem an:

  • Intensiv-Workshops 32€ / Stunde:

    In kleinen Gruppen vermitteln wir live Grundlagenwissen zu verschiedenen Verhaltensthemen. Sie können eigene Videos einbringen und individuelle Fragen in geschütztem Rahmen stellen.

    Die Workshops sind deutlich günstiger als Einzeltherapie – und machen sie effizienter: Eine solide Wissensbasis spart später Zeit und Kosten. Alle Teilnehmer erhalten Handouts mit Checklisten und Trainings-Tipps.

  • Intake / Dein erster Termin mit Ersteinschätzung

    Im 45-minütigen Intake lernen wir Dich und Deinen Hund kennen und verschaffen uns einen ersten Überblick über Eure aktuelle Situation. Preis 87 Euro.

    Gemeinsam klären wir, welche Ursachen hinter dem Verhalten stehen könnten, welche weiteren diagnostischen Schritte sinnvoll sind und welche Unterstützung zu Euch, Eurem Alltag und Euren Möglichkeiten passt.
    Der Termin findet wahlweise in unserer Praxis oder online statt. Am Ende erhältst Du eine erste fachliche Einschätzung und eine konkrete Empfehlung für das weitere Vorgehen.

  • Coaching / Praxis-Therapietraining 149 € / Stunde:
    Für komplexe oder besonders individuelle Themen bieten wir persönliche Einzelberatung bei Fachtierärzten für Verhaltenstherapie an. Hier arbeiten wir gezielt an Deiner spezifischen Situation – mit maßgeschneiderten Lösungen, direktem Feedback und konkreten Therapieschritten, die Du sofort umsetzen kannst.
  • Trainingsstunden durch unserer ausgebildeten Hundetrainer 95 € / Stunde

    Über unsere angegliederte Hundeschule bieten wir praktische Übungseinheiten zu einem besonders günstigen Preis an. Da diese Stunden als Trainingsleistung und nicht als tierärztliche Leistung abgerechnet werden, fallen sie nicht unter die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) – das spart spürbar Kosten.

  • Trainingsstunden ersetzen kein Coachingtermine, aber man braucht deutlich weniger davon.

Unser Ziel ist es, für jeden Klienten die optimale Balance zwischen fachlicher Qualität und wirtschaftlicher Effizienz zu finden. Wir beraten Sie gerne individuell, welche Kombination aus Workshops, Einzeltherapie und Trainingsstunden für Ihre spezifische Situation am sinnvollsten ist.

Für eine persönliche Kostenberatung oder detailliertere Informationen kontaktieren Sie uns bitte direkt – wir stellen gemeinsam mit Ihnen einen maßgeschneiderten Therapieplan zusammen.

Wie lange dauert die Therapie bei Angststörungen?

Das ist sehr unterschiedlich. Ursache, Dauer und Intensität der Angst, genetische Faktoren, bisherige Lernerfahrungen und Alltagssituation spielen eine Rolle. Bei ausgeprägten Ängsten sollte eher in Monaten als in wenigen Trainingseinheiten gedacht werden.

Wann sollte ich mit einem ängstlichen Hund zur Verhaltenstherapie?

Wenn die Unruhe dauerhaft besteht, der Hund kaum schlafen kann, alltägliche Situationen regelmäßig eskalieren, starke Angst oder Aggressionsverhalten auftreten oder sich das Verhalten plötzlich verändert hat, ist eine professionelle Abklärung sinnvoll.

Tierpsychologie - was machen spezialisierte Tierärzte?

Als spezialisierte Tierärzte für Verhaltenstherapie bei SIRIUS Behavior Vets kombinieren wir fundiertes medizinisches Wissen mit tiefgreifender verhaltensmedizinischer Expertise. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hundetrainern verfügen wir über eine umfassende tiermedizinische Ausbildung sowie eine zusätzliche Fachqualifikation im Bereich der Verhaltensmedizin.

Unsere Arbeit in der Tierpsychologie umfasst:

  • Ganzheitliche Verhaltensanalysen unter Berücksichtigung medizinischer Faktoren
  • Diagnose und Behandlung von komplexen Verhaltensstörungen
  • Erstellung individueller Therapiepläne basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Beurteilung der Notwendigkeit unterstützender medikamentöser Therapien
  • Abgrenzung zwischen medizinisch bedingten und erlernten Verhaltensauffälligkeiten

Als Tierärzte für Verhaltenstherapie können wir Verhaltensauffälligkeiten in ihrem gesamten Kontext betrachten – einschließlich möglicher organischer Ursachen. Diese ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es uns, präzisere Diagnosen zu stellen und effektivere Behandlungsstrategien zu entwickeln.

Bei SIRIUS Behavior Vets verbinden wir unsere tiermedizinische Expertise mit praktischer Erfahrung als zertifizierte Hundetrainer und anerkannte Sachverständige für die Prüfung nach §11 TSchG. Diese Kombination aus medizinischem Fachwissen und praktischer Trainingskompetenz bildet die Grundlage für unseren umfassenden Ansatz in der Verhaltenstherapie

Wie helfe ich einem ängstlichen Hund?

Zunächst sollte geklärt werden, welche Situationen Angst auslösen und wie stark die Belastung ist. Hilfreich sind ausreichend Abstand, kontrollierbare Situationen, kleinschrittiges Training und das Vermeiden unnötiger Überforderung. Bei ausgeprägter Angst ist eine verhaltensmedizinische Einschätzung sinnvoll.
Meide Hundetrainer, die den Hund nach dem Motto "Flucht ist keine Option" in den "Trainingsübungen" überfordern und damit die Angststörung noch verschlimmern können.

Soll man einen ängstlichen Hund trösten?

Zuwendung verstärkt Angst nicht einfach dadurch, dass sie gegeben wird. Wenn Dein Hund bei Dir Schutz sucht, darfst Du ihm Sicherheit vermitteln. Entscheidend ist, dass Du selbst ruhig bleibst und der Hund nicht zusätzlich unter Druck gesetzt wird.

Wird Dein Hund durch die Versuche zu trösten nervöser und unruhiger, dann ist das Trösten wahrscheinlich nicht effektiv und sollte evtl durch eine andere Strategie ersetzt werden. 

Wird Dein Hund in Deiner direkten Nähe ruhiger, dann kannst Du ihn trösten, wenn er überfordert ist. Wenn diese Situationen häufig vorkommen oder gravierenden Stress auslösen solltest Du einen Tierarzt für Verhaltenstherapie aufsuchen, damit Deinem Hund geholfen werden kann.

Sollte man einen Angsthund mit seinen Ängsten konfrontieren?

Sollte man einen Angsthund mit seinen Ängsten konfrontieren?

Nicht unkontrolliert. Training mit Angstauslösern sollte so dosiert werden, dass der Hund die Situation noch verarbeiten kann. Massive Konfrontation kann Angst verstärken.

Warum hat mein Hund Angst vor fremden Menschen?

Mögliche Ursachen sind genetische Veranlagung, unzureichende frühe Erfahrungen, negative Erlebnisse, chronischer Stress oder generalisierte Ängstlichkeit. Auch körperliche Faktoren können Verhalten beeinflussen.

Mein Hund bellt Menschen an – kann das Angst sein?

Ja. Bellen, Knurren oder Vorwärtsgehen können dazu dienen, Distanz herzustellen. Deshalb sollte bei aggressivem Verhalten immer geprüft werden, welche Motivation und Emotion zugrunde liegen.

Nicht alle Hunde, die Angst haben werden später einmal aggressiv. Aber die meisten Hunde, die sich aggressiv gegenüber Menschen verhalten hatten früher einmal Angst.

Mein Hund erstarrt und will nicht mehr weitergehen. Warum?

Das sogenannte "Freezing" oder Erstarren ist eine mögliche Reaktion auf Angst oder Überforderung. Ein Hund, der bewegungslos wird, ist deshalb nicht automatisch ruhig oder entspannt. Manchmal wird das plötzliche Hinsetzen und stehen bleiben auch als stur oder faul interpretiert. 

Wenn der Besitzer den Hund dann antreibt oder an der Leine zieht, um weiterzugehen verschlimmert er die Situation meist, da zu dem externen Stress nun auch der Druck von Seiten des Besitzers hinzukommt. 

Deshalb empfehlen wir, nicht mit Druck auf dieses Verhalten zu reagieren.

Wird ein Angsthund mit der Zeit von alleine sicherer?

Manche Hunde benötigen nach Veränderungen ,wie der Adoption oder einem Ortswechsel, lediglich Zeit zur Anpassung. Bei ausgeprägter oder zunehmender Angst sollte jedoch nicht unbegrenzt abgewartet werden. Ängste können sich festigen oder auf weitere Situationen ausweiten.

Braucht ein Angsthund Medikamente?

Nicht jeder Angsthund braucht Medikamente. Bei ausgeprägten, chronischen oder generalisierten Ängsten kann eine tierärztlich verordnete Medikation jedoch ein sinnvoller Bestandteil eines Gesamttherapieplans sein. 

Vor allem, wenn die Auslöser der Angst nicht kontrollierbar ist, wie z.B. Knallgeräusche, Gewitter, der Anblick fremder Menschen etc. ist eine Medikation mit Angstlösenden aber nicht beruhigenden Medikamenten sinnvoll, um den Hund lernfähig und damit die Therapie kürzer und sicherer zu machen.

Die Angst Deines Hundes bestimmt Euren Alltag?

Dein unsicherer Hund mag nicht mehr spazieren gehen oder hat keinen Spaß daran?

Wir helfen Euch, einen Weg zu einem entspannten gemeinsamen Leben zu finden

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